Leben in Polen 2026: Höhere Preise, aber sechsfaches Gehalt im Vergleich zur Ukraine.
Ein detaillierter Preisvergleich an der Supermarktkasse
Nach Angaben von TSN.ua: Eine Analyse von Bohdana Kondratenko aus dem Jahr 2026 zeigt ein klares Bild: Die Lebenshaltungskosten in Polen und der Ukraine unterscheiden sich erheblich. Während manche Produkte in Polen teurer sind, liegen andere preislich nah beieinander. Die Gegenüberstellung konkreter Zahlen macht die Diskrepanz greifbar.
Laut Kondratenko kostet eine 1,5-Liter-Flasche Coca-Cola in Polen umgerechnet etwa 106 UAH, in der Ukraine hingegen nur 50-60 UAH. Auch bei Eiern ist der Unterschied markant: Ein Zehnerpack ist in der Ukraine für 70-80 UAH zu haben, während man in Polen für Standard-Eier 126 UAH und für Freilandhaltung 145 UAH zahlt. Ein Kilogramm Hähnchenbrust schlägt mit rund 350 UAH in Polen zu Buche, in der Ukraine dagegen mit etwa 250 UAH.
Der gravierendste Unterschied zeigt sich jedoch bei den Einkommen. Die monatliche Mindestlohnhöhe lag 2026 in Polen bei etwa 56.000 UAH – in der Ukraine betrug sie lediglich 8.647 UAH. Diese enorme Lohnlücke steht einer ukrainischen Jahresinflationsrate von 7,4% gegenüber, wobei Lebensmittel sogar um 9,7% teurer wurden.
Weitere Preisbeispiele aus dem polnischen Alltag
Kondratenko listet weitere Produktpreise aus Polen auf: Gewaschene Kartoffeln kosten etwa 100 UAH für 2,5 kg, ungewaschene rund 18 UAH pro kg. Ein Kilogramm Weißkohl ist für circa 25 UAH zu haben, ein Baguette für 30-40 UAH und ein halber litauischer Laib Brot für etwa 120 UAH. Orangensaft liegt bei 100 UAH, Tomatenmark bei 42 UAH und Äpfel kosten ungefähr 60 UAH pro Kilogramm.
'Habe nur ich gedacht, dass in Polen die Produkte günstiger sind?' Bohdana Kondratenko
Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass höhere Gehälter nicht automatisch mehr Kaufkraft bedeuten. Die deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten in Polen relativieren den Lohnvorteil und können Konsumgewohnheiten sowie wirtschaftliche Entscheidungen ukrainischer Bürger beeinflussen. Für viele stellt sich bei einer möglichen Migration die Frage, ob das höhere Einkommen die teureren Alltagsausgaben tatsächlich ausgleicht.
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