EU-Importe von russischem LNG steigen um ein Viertel – USA erobern 60 Prozent des Marktes.
Europas Gasimporte im Detail
Nach Angaben von Espreso.tv: Trotz eines allgemeinen Rückgangs der Importe haben die EU-Staaten im März 2026 ein Viertel mehr Flüssigerdgas aus Russland bezogen als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Analyse des International Institute for Energy Studies (IEEFA) hervor. Gleichzeitig erreichte der Anteil von US-amerikanischem Gas an den europäischen Importen mit 60 Prozent einen neuen Höchststand. Während die gesamten LNG-Importe der EU im März um 1,2 Prozent sanken, verzeichnete Deutschland zwischen März und Mai 2026 einen Anstieg von 72 Prozent.
Finanzielle Folgen der Energiewende
Ein weiterer wichtiger Punkt: Durch den Umstieg auf saubere Energie konnten die europäischen Länder rund 51 Milliarden Euro einsparen. Allein die Solarenergie trug bis Anfang Juni 2026 mit 12,8 Milliarden Euro zu diesen Einsparungen bei. Allerdings beliefen sich die Ausgaben der Europäischen Union zur Bewältigung der Energiekrise auf 60 Milliarden Euro – ein deutliches Zeichen für die massiven finanziellen Herausforderungen in der Region. Der Anstieg der russischen Gasimporte vor dem Hintergrund des allgemeinen Rückgangs zeigt, wie komplex die Lage in Europa ist und dass Anpassungen an neue Gegebenheiten nötig sind.
Darüber hinaus planen Nigeria, Niger und Algerien, über die neue Transsahara-Gaspipeline, die 4.128 Kilometer lang ist, 30 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa zu liefern. Dieses Projekt soll stabile Lieferungen gewährleisten und die Abhängigkeit Europas von traditionellen Energiequellen verringern.
Die Rekordbeteiligung der USA unterstreicht deren wachsende Rolle als zentraler Energieversorger für Europa. Die Transsahara-Pipeline könnte ein wichtiger Schritt zur Sicherung der regionalen Energieversorgung sein, indem sie die Abhängigkeit von herkömmlichen Lieferanten reduziert und die Diversifizierung der Energiequellen fördert.
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