Schutz von Zügen vor Drohnen: Warum elektronische Kriegsführung keine Panazee für die Eisenbahn ist.
Nach Angaben von ТСН: Die russischen Streitkräfte setzen ihre gezielten Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in der Ukraine fort und versuchen, die logistischen Ketten zu zerstören. Die Idee, jeden Zug mit Mitteln der elektronischen Kriegsführung (EW) auszustatten, hat sich jedoch als technisch kompliziert und ineffektiv erwiesen.
Warum EW keine Panazee ist
Der Sergeant des Bataillons für unbemannte Systeme „Inquisition“ der 59. OBR Alexander Karpyuk erklärte, dass EW kein „Wundermittel“ sei, sondern aus komplexen Systemen besteht. Um eine moderne Drohne effektiv zu stören, muss man wissen, auf welchen Frequenzen sie arbeitet, und die entsprechende Ausrüstung haben.
„Um moderne Kommunikationsmodule einer Drohne zu stören... benötigt man mehrere Fahrzeuge. Man braucht einen EW-Posten (elektronische Aufklärung), der versteht, auf welche Frequenzen dieses Modem springt, wie es funktioniert, welche Störungen man erzeugen muss“, erklärte Karpyuk.
Nur nach der Analyse der Frequenzen kann der Operator effektiv die feindliche Drohne „unterdrücken“. Die Installation eines Störsenders auf dem Dach eines Waggons stellt sich als unzureichend heraus.
„Es ist nicht möglich, eine Einheit von EW-Mitteln in jeden Zug zu setzen. Nun, es gibt einfach nicht so viele bei uns, leider“, bemerkte der Militär.
Was ist die Lösung für die Situation
Alexander Karpyuk betont, dass man anstelle von individuellem Schutz der Züge das gesamte System der Luftabwehr verbessern und die bestehenden „Lücken“ berücksichtigen muss.
„Wir müssen die Linie besser schützen, wir müssen diese Löcher schließen, durch die sie fliegen. Wir müssen sie besser abschießen. Daran wird gearbeitet“, erklärte Alexander Karpyuk.
Ziel des Feindes - Terror und Zerstörung der Wirtschaft
Der Militär betonte auch, dass Angriffe auf den Schienenverkehr und andere zivile Infrastrukturen nicht nur militärische Ziele verfolgen.
„Sie greifen die Lagerhäuser mit Medikamenten an... sie greifen Krankenhäuser an. Ihre Aufgabe ist es, erstens den Terror gegen die Zivilbevölkerung zu verbreiten. Zweitens - unsere Wirtschaft zu zerstören, nicht nur die militärische“, fasste Alexander Karpyuk zusammen.
Die russischen Streitkräfte versuchen aktiv, den logistischen Zweig „Kiew–Kowel“ zu zerstören, indem sie Angriffe auf Züge, Depots und Brücken richten. Die Steuerung der Drohnen erfolgt wahrscheinlich von belarussischem Territorium.
Diese Angriffe auf die Infrastruktur gefährden nicht nur die militärische, sondern auch die zivile Komponente der ukrainischen Gesellschaft. Es ist wichtig, das Ausmaß der Bedrohung zu verstehen, was die Notwendigkeit einer vertieften Arbeit zur Stärkung des Verteidigungssystems und zur Erhöhung der Effizienz der Reaktion auf die Folgen feindlicher Handlungen bestimmt.
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