Plagende Gedanken über Essen: Was ist "Nahrungsmittelrauschen" und wie kann man es zähmen?.

Plagende Gedanken über Essen: Was ist
Plagende Gedanken über Essen: Was ist "Nahrungsmittelrauschen" und wie kann man es zähmen?

Nach Angaben von ТСН: Haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie ständig an Essen denken, auch wenn Sie keinen Hunger verspüren? Stören diese Gedanken Ihre Arbeit, Konzentration oder Ihren Schlaf? Fühlen Sie sich nach dem Essen schuldig?

Die zertifizierte Ernährungsberaterin Caroline Fox, Expertin für Tufts Medicine Weight + Wellness, erklärt das Konzept des "Nahrungsmittelrauschens" – eine innere Stimme, die es einem nicht erlaubt, in Ruhe über etwas anderes nachzudenken und einen dazu bringt, ständig über Essen nachzudenken.

Wann werden Gedanken über Essen zwanghaft

Bei den meisten Menschen signalisiert das Gehirn deutlich Hunger und Sättigung. Manchmal funktioniert dieser Mechanismus jedoch nicht richtig und lässt einen über Essen nachdenken, auch ohne körperliches Bedürfnis.

Solches "Nahrungsmittelrauschen" kann Schuldgefühle, emotionales Essen hervorrufen oder gewohnheitsmäßige Essgewohnheiten verzerren.

Laut Fox liegen die Wurzeln des Problems normalerweise nicht im mangelnden Willen sondern in emotionalen und psychologischen Auslösern: Stress, Angst, hormonelle Veränderungen, geringes Selbstwertgefühl oder strenge Diäten.

Wie man echten Hunger von "Rauschen" unterscheidet

Echter Hunger äußert sich normalerweise mit körperlichen Signalen: Magenknurren, Müdigkeit oder Reizbarkeit. Er kommt schrittweise und verschwindet nach der Nahrungsaufnahme.

Im Gegensatz dazu äußert sich "Nahrungsmittelrauschen" Durch zwanghafte Gedanken über bestimmtes Essen – zum Beispiel über Süßigkeiten oder Fast Food, die plötzlich aufkommen und oft mit Emotionen verbunden sind, nicht mit den Bedürfnissen des Körpers.

Wann es zu einem Problem wird

Fachleute raten dazu, aufmerksam zu werden, wenn:

  • Gedanken über Essen Sie den ganzen Tag verfolgen;

  • ein Gefühl der Scham nach dem Essen aufkommt;

  • Sie Angst haben, "auszurasten" auf einer Party oder in Gesellschaft;

  • Essen Ihr Weg wird, um Stress abzubauen.

In solchen Fällen sind dies keine gewohnten Essenswünsche mehr, sondern zwanghaftes Verhalten, das die Lebensqualität negativ beeinflusst.

Was hilft, "Nahrungsmittelrauschen" zu verringern

Caroline Fox empfiehlt, einige einfache Schritte zu unternehmen:

  • essen Sie regelmäßig und ausgewogen;

  • lassen Sie keine Mahlzeiten aus;

  • vermeiden Sie sehr süße und verarbeitete Lebensmittel;

  • praktizieren Sie achtsames Essen;

  • stabilisieren Sie Ihre Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten;

  • nutzen Sie Entspannungstechniken zur Stressreduktion.

Wenn Sie nicht alleine bewältigen können, sollten Sie einen Ernährungsberater oder Therapeuten aufsuchen.

Wann Hilfe vom Arzt nötig ist

In einigen Fällen können Ärzte Medikamente auf Basis von GLP-1-Agonisten wie Semaglutid verschreiben. Sie reduzieren den Appetit und helfen, plötzliche Gedanken über Essen loszuwerden. Diese Medikamente sind jedoch nicht für jeden geeignet, daher ist es wichtig, sich zuerst von einem Arzt beraten zu lassen.

Denken Sie daran, dass es auch wichtig ist, während der Feiertage auf Ihre Ernährung zu achten, da ein Frühstück nach der Neujahrsnacht ein guter Start für den folgenden Tag sein kann.


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