Schenkung einer Immobilie 2026: Diese Kosten und Pflichten kommen auf Sie zu.

Schenkung einer Immobilie 2026: Diese Kosten und Pflichten kommen auf Sie zu
Schenkung einer Immobilie 2026: Diese Kosten und Pflichten kommen auf Sie zu

Die Schenkung als beliebte Übertragungsform

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine ist die Schenkung auch 2026 ein häufig genutzter Weg, um Eigentum zu übertragen. Dieser Vertragstyp unterliegt strengen Vorgaben, die in Artikel 717 des Zivilgesetzbuches festgelegt sind. Eine notarielle Beurkundung ist zwingend erforderlich. Obwohl der Vertrag selbst unentgeltlich ist, verursacht das Verfahren dennoch erhebliche Kosten und birgt rechtliche Fallstricke.

Die konkreten Kosten im Überblick

Bei einer Schenkung unter engen Verwandten belaufen sich die Gesamtkosten in der Regel auf bis zu 10.000 Hrywnja. Ein zentraler Posten ist die staatliche Gebühr, die 1% des Verkehrswertes der Immobilie beträgt. Zu den wesentlichen Ausgaben gehören:

  • Gutachten zur Wertermittlung – ab 1.000 Hrywnja;
  • Notargebühren – ab 4.500 Hrywnja;
  • Eintragungsgebühr – etwa 2.500 Hrywnja.

Für Schenkungen an nicht verwandte Personen fallen zusätzlich 5% Einkommensteuer und ein 5%iger Militärbeitrag an. Verschenkt ein Eigentümer an einen Ausländer, steigen die Abgaben auf 18% Einkommensteuer plus 5% Militärbeitrag. Diese Steuerlast kann den Vorgang erheblich verteuern. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist die genaue Kalkulation dieser versteckten Kosten besonders wichtig.

Für die notarielle Beurkundung muss eine Reihe von Dokumenten vorgelegt werden. Dazu zählen:

  • Ein aktuelles Wertgutachten für die Immobilie;
  • Der Eigentumsnachweis (z.B. der frühere Kaufvertrag);
  • Ein Auszug aus dem Melderegister über die im Objekt gemeldeten Personen;
  • Bei minderjährigen Miteigentümern: Die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts;
  • Sofern die Immobilie während der Ehe erworben wurde: Die notariell beurkundete Zustimmung des Ehepartners.

Diese Unterlagen sind essenziell, um die Rechtmäßigkeit der gesamten Übertragung zu gewährleisten.

„Ein Schenker kann vor Gericht darlegen, dass er getäuscht wurde – etwa mit dem Versprechen, im Gegenzug für die Schenkung lebenslang versorgt zu werden.“

— Stanislaw Borys, Rechtsexperte

Dieses Zitat macht deutlich, wie wichtig ein wohlüberlegtes Vorgehen ist. Risiken können nicht nur während des Verfahrens, sondern auch Jahre nach der Übergabe der Immobilie auftreten. Eine Schenkung ist daher weit mehr als nur ein freundlicher Akt; sie ist ein komplexer Rechtsvorgang mit langfristigen Konsequenzen. Eine sorgfältige Vorbereitung und das Bewusstsein für alle Risiken sind der beste Schutz vor späteren Streitigkeiten.

Vor dem Hintergrund eines dynamischen Immobilienmarktes und sich ändernder gesetzlicher Rahmenbedingungen gewinnt das Thema Vermögensübertragung durch Schenkung weiter an Bedeutung. Viele Menschen suchen nach Möglichkeiten, die mit einer Übertragung verbundenen Aufwände zu optimieren. Ein fundiertes Verständnis der Regeln und Pflichten hilft, rechtliche Konflikte zu vermeiden und das Familienvermögen sicher zu übertragen.


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