In Davos warten Investoren auf den Sieg der Ukraine.
Die wahren Deals werden hinter den Kulissen gemacht
Nach Angaben von UATV: Die wichtigsten Investitionsgespräche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos finden nicht auf der großen Bühne statt, sondern im Hintergrund. Das betonte Wjatscheslaw Potapenko, stellvertretender Direktor des Nationalen Instituts für strategische Studien, am 22. Januar 2023 im Sender FREEДOM. Der direkte Austausch mit Vertretern der Großkonzerne in den Gängen und Lounges sei entscheidend, um konkrete Ergebnisse zu erzielen. Das Forum dient somit vor allem als Plattform für strategische Kontakte, die später Früchte tragen sollen.
Potapenko stellte klar, dass das Interesse der Wirtschaft an der Ukraine zwar spürbar wächst, die Umsetzung großer Projekte jedoch erst nach einem Kriegsende möglich sei. Die aktuellen Rahmenbedingungen für Investitionen blieben aufgrund der anhaltenden Kampfhandlungen äußerst schwierig. Der Experte verwies damit auf die Kluft zwischen langfristigem Interesse und kurzfristiger Zurückhaltung der internationalen Investoren.
Präsident Selenskyj im Fokus des Wiederaufbaus
Ein zentrales Signal der Konferenz war die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an der Sitzung des International Advisory Council for Ukraine’s Recovery. Seine Präsenz unterstrich, dass die Weltgemeinschaft die wirtschaftliche Erholung des Landes bereits jetzt plant. Die Teilnahme lenkte die internationale Aufmerksamkeit gezielt auf die Zukunft der Ukraine nach dem Krieg.
Potapenko betonte, dass erfolgreiche Investitionsprojekte in der Ukraine nur unter der Voraussetzung möglich seien, dass das Land die Herausforderungen des Krieges bewältige. Wjatscheslaw Potapenko
Insgesamt hat das Davoser Forum somit die Investitionsmöglichkeiten in der Ukraine prominent auf die Agenda gesetzt. Die Geschäftsführer und Konzernchefs zeigen sich interessiert, warten mit konkreten Zusagen aber auf stabile und friedliche Verhältnisse. Die Teilnahme der ukrainischen Delegation bekräftigte die breite internationale Unterstützung für den künftigen Wiederaufbau. Die Diskussionen zeigen, dass die Ukraine trotz des Krieges als künftiger Wachstumsmarkt im Blick bleibt – die Realisierung aller Pläne hängt jedoch an einer entscheidenden Bedingung.
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