Ermittlungen gegen „MasterChef“-Star: Bis zu zehn Jahre Haft wegen Dienstverweigerung möglich.
Strafverfahren gegen Wiktoria Kusnezowa eingeleitet
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Staatliche Ermittlungsbehörde (DBR) hat ein Strafverfahren gegen die 27-jährige Wiktoria Kusnezowa eröffnet. Sie nahm an der 16. Staffel der Kochshow „MasterChef“ teil. Der Vorwurf: Während eines Krankenhausaufenthalts soll sie sich ihrem Dienst in den ukrainischen Streitkräften entzogen haben. Kusnezowa, die als Navigatorin dient, war vom 14. April bis zum 16. August 2025 in medizinischer Behandlung.
Laut Ermittlungsbehörde wirkte Kusnezowa zwischen dem 22. April und dem 11. August 2025 an den Dreharbeiten zu „MasterChef“ mit. In diesem Zeitraum erhielt sie weiterhin ihre militärische Besoldung, einschließlich Zulagen und Prämien für die Monate Mai bis August 2025. Dieser Umstand nährt den Verdacht, dass sie ihren militärischen Pflichten nicht nachkam und sich dem Dienst entzog.
Rechtliche Konsequenzen
Die Tat wird nach Artikel 409, Teil 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches bewertet. Sollte ihre Schuld nachgewiesen werden, droht Kusnezowa eine Freiheitsstrafe von fünf bis zehn Jahren. Sie stammt aus Kolomyja in der Oblast Iwano-Frankiwsk.
Der Fall sorgt in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen, da die Teilnahme an Unterhaltungsformaten während des aktiven Militärdienstes in der Ukraine als äußerst heikles Thema gilt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, und ihr Ausgang könnte Kusnezowas weitere Karriere maßgeblich beeinflussen.
„Derartige Verfahren verdeutlichen, wie wichtig die Einhaltung des Gesetzes und die Erfüllung der Pflichten gegenüber dem Staat sind.“ – Quelle unbekannt
Welches Strafmaß droht? Bei einem Schuldspruch kann das Gericht eine Haftstrafe zwischen fünf und zehn Jahren verhängen – eine schwerwiegende Konsequenz für jeden, der sich seinen militärischen Aufgaben entzieht.
Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf grundlegende gesellschaftliche Herausforderungen in der Ukraine während des Krieges. Er unterstreicht die Notwendigkeit einer strikten Durchsetzung der Wehrpflichtgesetze. In einem Land, in dem nationale Sicherheit und Verteidigung oberste Priorität haben, lösen Verfahren wegen Dienstverweigerung besondere Empörung und öffentliche Debatten aus. Der weitere Verlauf dieses Verfahrens könnte die öffentliche Meinung über die staatsbürgerlichen Pflichten nachhaltig prägen.
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