26. Februar 2014: Der Tag, an dem Krim-Bewohner gegen die Besetzung aufbegehrten.
Ein Gedenktag für den Widerstand auf der Krim
Nach Angaben von UATV: Der 26. Februar markiert in der Ukraine den Tag des Widerstands der Krim gegen die russische Besatzung. Dieser Jahrestag erinnert an ein entscheidendes Kapitel: Vor zwölf Jahren demonstrierten tausende Einwohner der Halbinsel gegen die bevorstehende gewaltsame Veränderung ihres Status. Die Ereignisse dieses Tages prägten die ukrainische Geschichte und das kollektive Gedächtnis der Krimtataren nachhaltig.
Die Proteste vor der Besetzung
Am 26. Februar 2014 versammelten sich in Simferopol laut Augenzeugen zwischen 5.000 und 10.000 Menschen vor dem Gebäude des Obersten Rates der Krim. Ihr Ziel war es, eine außerordentliche Parlamentssitzung zu verhindern, die den Weg für einen Machtwechsel ebnen sollte. Die angespannte Lage eskalierte und führte zu einer Massenpanik und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Bei den Zusammenstößen kamen zwei Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
Nur einen Tag später, am 27. Februar 2014, besetzten russische Militärkräfte ohne Hoheitszeichen die Parlaments- und Regierungsgebäude der Krim. Diese Aktion leitete die völkerrechtswidrige Annexion der Halbinsel ein. Am 16. März 2014 folgte ein von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannter 'Referendum', und bereits am 18. März unterzeichnete die russische Führung in Moskau die Annexionserklärung.
- Die Lage auf der Halbinsel hat sich seit der Annexion massiv verschlechtert.
- 511 Menschen gelten auf der Krim als politische Gefangene, darunter 276 Krimtataren.
- 61 Personen kamen gewaltsam ums Leben, 29 von ihnen waren Krimtataren.
- 29 Menschen werden vermisst, 19 davon gehören der krimtatarischen Gemeinschaft an.
Die Krim wurde zu einem militärischen Brückenkopf Russlands ausgebaut. Die illegale Annexion brachte die Zwangsverleihung der russischen Staatsbürgerschaft sowie die Durchsetzung russischer Gesetze mit sich – ein Vorgehen, das die Vereinten Nationen verurteilen.
„Es war ein schrecklicher Morgen am 27., als ich vom Anruf einer Nachbarin aufwachte, der man gesagt hatte, sie solle nicht zur Arbeit gehen“, erinnert sich Gulnara Abdulayeva an jene Tage.
Der Gedenktag mahnt zur Wahrung der Menschenrechte und der territorialen Integrität der Ukraine. Er würdigt zugleich den beharrlichen und mutigen Widerstand der Krimtataren, die bis heute für ihre Rechte kämpfen.
Die Erinnerung an den Widerstand ist ein wichtiges Signal. Sie hält die anhaltenden Folgen der Annexion für die Bewohner der Krim, insbesondere die verfolgte krimtatarische Minderheit, im Bewusstsein. Dieser Tag unterstreicht die Bedeutung internationaler Solidarität mit der Ukraine und macht deutlich, warum diese Geschichte für die Gegenwart so relevant bleibt.
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