Ein Tag für die Spione: Die Geschichte des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes.
Feiertag für die Aufklärung im Ausland
Nach Angaben von Novyny.live: Am 24. Januar begeht die Ukraine den Tag des Auslandsgeheimdienstes. Der Feiertag geht auf ein Dekret des fünften Präsidenten, Petro Poroschenko, vom 22. November 2018 zurück. Er würdigt die Arbeit des Auslandsnachrichtendienstes der Ukraine, der im Februar 2024 aus der Hauptverwaltung für Aufklärung und Funkaufklärung hervorging.
Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Die Wurzeln der ukrainischen Auslandsspionage reichen bis zum 24. Januar 1919 zurück, als die erste entsprechende Einheit geschaffen wurde. Nach der Unabhängigkeit wurde 1991 die Hauptverwaltung für Aufklärung gegründet. Ein Meilenstein war die Verabschiedung des Gesetzes 'Über die Aufklärungsorgane der Ukraine' im März 2001. Als eigenständige Behörde entstand der Auslandsnachrichtendienst schließlich am 14. Oktober 2004. Erster Leiter war Oleg Sinjanskyj, der die Dienststelle bis April 2005 führte.
In den folgenden Jahren standen mehrere Personen an der Spitze des Dienstes:
- Mykola Malomusch (April 2005 – Juni 2010)
- Hryhorij Illjaschow (ab 18. Juni 2010)
- Wiktor Hvosd (27. Februar 2014 – Juni 2016)
- Oleksandr Lytwynenko (Juli 2021 – März 2024)
Im März 2024 wurde Oleh Iwaschenko zum neuen Vorsitzenden ernannt, jedoch am 5. Januar 2026 wieder entlassen.
Seit 2024 zeigt das Emblem des Auslandsnachrichtendienstes ein graugraphitfarbenes Kreuz mit einem Medaillon und dem Dreizack. Die Behörde erfüllt weiterhin ihre zentrale Aufgabe: Sie sammelt und analysiert nachrichtendienstliche Informationen, um die nationale Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten. In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen ist die Arbeit der Auslandsaufklärung von unschätzbarem Wert für die strategische Entscheidungsfindung des Staates. Der Feiertag unterstreicht die Bedeutung dieser oft im Verborgenen wirkenden Profession.
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