Ukraine schafft rechtliche Grundlage für Entfernung russischer Propaganda-Bücher.
Bücher aus dem Aggressorstaat sollen aus dem Verkehr gezogen werden
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Regierung arbeitet an einer konkreten Rechtsvorschrift, um Druckerzeugnisse aus Russland aus dem Land zu entfernen. Das Staatliche Komitee für Fernsehen und Hörfunk (Derzhkomteleradio) bereitet einen Verordnungsentwurf vor, der den rechtlichen Rahmen für dieses Vorgehen schaffen soll. Die Vizepremierministerin für humanitäre Politik, Tetjana Bereschna, bestätigte die laufenden Arbeiten und betonte:
„Das Derzhkomteleradio arbeitet an der Verordnung, um einen konkreten Mechanismus zu schaffen.“
Das geltende ukrainische Verlagswesengesetz enthält bereits grundsätzliche Verbote für Inhalte, die gegen ukrainische Interessen gerichtet sind. Explizit verboten ist demnach Produktion, die:
- Krieg verherrlicht;
- Gewalt befürwortet;
- totalitäre Regime propagiert;
- die Besatzung ukrainischer Gebiete rechtfertigt;
- ein positives Bild des Aggressorstaates zeichnet;
- antiukrainische Narrative verbreitet.
Der Vorstoß ist auch eine Reaktion auf eine Petition, die 25.000 Unterschriften gesammelt hatte. Stand November 2025 wird der Verordnungsentwurf derzeit zwischen den beteiligten Behörden abgestimmt. Parallel dazu hat der Expertenrat des Staatlichen Komitees für Fernsehen und Hörfunk der Ukraine die Einfuhr von 18 Büchern des russischen Verlags 'Mann, Iwanow und Ferber' (Mann, Ivanov i Ferber) untersagt. Diese Maßnahmen zeigen, wie konsequent die Kontrolle über Verlagserzeugnisse verschärft wird, um die Verbreitung von Inhalten zu unterbinden, die die nationale Sicherheit gefährden könnten. Die Politik zielt darauf ab, den Informationsraum im Krieg gegen die russische Aggression zu schützen.
Informationssicherheit gewinnt an Bedeutung
Die Einführung eines solchen Entziehungsmechanismus unterstreicht die wachsende Priorität, die die ukrainische Führung der Informationssicherheit beimisst. Angesichts des anhaltenden Krieges dienen diese Schritte nicht nur dem Schutz nationaler Interessen, sondern auch der Stärkung eines gesellschaftlichen Bewusstseins für die territoriale Integrität und Unabhängigkeit der Ukraine.
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