Ukrainische Steuerbehörde warnt vor einem Einnahmenverlust von 2 Milliarden Hrywnja durch den vorgeschlagenen Nikotinkapp.
Risikobewertung des Gesetzentwurfs Nr. 14110-d
Nach Angaben von TSN.ua: Die Staatliche Steuerbehörde der Ukraine hat die möglichen finanziellen Auswirkungen der Annahme des Gesetzentwurfs Nr. 14110-d analysiert. Dieses Gesetz sieht eine Obergrenze für den Nikotingehalt in Tabakprodukten von 1 mg pro Portion vor. Laut der Einschätzung der Behörde könnte, sollte das Gesetz verabschiedet werden, die Einnahme aus der Verbrauchssteuer im Tabaksektor bis zu 2 Milliarden Hrywnja im Jahr 2026 einbrechen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der der Haushalt der Ukraine aufgrund des anhaltenden Krieges mit Russland erheblich belastet ist.
Nach Prüfung der Vorschläge der Ukrainischen Vereinigung der Tabakprodukt-Hersteller äußerte die Staatliche Steuerbehörde ernsthafte Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen. Die Behörde erklärte:
'Die Einführung einer Nikotinkap von 1 mg pro Portion... birgt das Risiko, dass die Einnahmen aus der Verbrauchssteuer aufgrund des Verbots von Produkten mit Nikotin über diesem Schwellenwert sinken.'
Daher hat die Steuerbehörde empfohlen, diese spezifische Nikotineinschränkung vollständig aus dem Gesetzentwurf zu entfernen.
Stellungnahme der Wirtschaftsgemeinschaft
Auch die Wirtschaftsgemeinschaft hat sich vehement gegen die vorgeschlagene Maßnahme ausgesprochen. Natalia Fesiun, eine Vertreterin, argumentierte:
'Eine Nikotinkap von 1 mg hat keinerlei wissenschaftliche oder regulatorische Grundlage und würde legitime Unternehmen einfach der Möglichkeit berauben, zu operieren und Steuern zu zahlen.'
Der Gesetzentwurf Nr. 14110-d wartet derzeit auf die Prüfung durch die Werchowna Rada, das Parlament der Ukraine. Seine Verabschiedung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Staatseinnahmen haben. Angesichts der Tatsache, dass der Tabakmarkt eine wichtige Einnahmequelle für den Haushalt darstellt, ist die Diskussion über Nikotinkappen von großer Bedeutung. Die Gesetzgeber müssen alle potenziellen wirtschaftlichen Risiken und Ergebnisse sorgfältig abwägen, wenn sie diese Initiative überprüfen.
Die Annahme dieses Gesetzentwurfs könnte schwerwiegende Folgen nicht nur für den Staatshaushalt, sondern auch für die Betriebstätigkeit der ukrainischen Tabakindustrie haben. Ein Rückgang der Einnahmen aus Verbrauchssteuern um 2 Milliarden Hrywnja könnte die Finanzierung sozialer Programme und anderer wichtiger Regierungsinitiativen beeinträchtigen. Mittlerweile heben Geschäfts- und Expertenmeinungen hervor, dass ein ausgewogener Regulierungansatz erforderlich ist, der sowohl die Ziele der öffentlichen Gesundheit als auch die wirtschaftlichen Realitäten des Landes berücksichtigt.
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