Neun Tage nach dem Tod von Patriarch Filaret: Machtkampf um sein Erbe und Trauerfeier in der Kathedrale.
Der Tod von Patriarch Filaret
Nach Angaben von TSN.ua: Am 28. März 2023 jährte sich der neunte Tag seit dem Tod von Patriarch Filaret, der am 19. März im Alter von 97 Jahren verstarb. Sein Ableben hat einen erbitterten Kampf um sein Vermächtnis ausgelöst. Am Grab Filarets versammelte sich der Klerus der Orthodoxen Kirche der Ukraine. Die Trauerfeier zu Ehren des Patriarchen fand in der Wladimir-Kathedrale in Kiew statt, jenem Ort, an dem er über 60 Jahre lang gebetet hatte.
Die Zeremonie wurde von Metropolit Epiphanius von Kiew und der ganzen Ukraine geleitet, der die Bedeutung von Filarets Erbe für die Kirche hervorhob. Er erklärte:
„Wir sind die Erben des Vermächtnisses von Patriarch Filaret“– ein Hinweis auf die Tragweite seines Beitrags zur Entwicklung der Orthodoxen Kirche in der Ukraine. Filaret war zudem für seinen großen Einfluss bekannt: Im Jahr 1990 weihte er Onufrij zum Bischof, ein entscheidender Moment in der Kirchengeschichte.
Die Lage nach dem Tod des Patriarchen
Überdies gibt es unterschiedliche Ansichten zur Situation nach dem Tod des Patriarchen. Jewstratij Sorja, ein Vertreter der Kirche, äußerte Besorgnis und wies darauf hin, dass bestimmte Handlungen eine „russische Provokation“ darstellen könnten. Diese Kommentare verdeutlichen die Schwierigkeiten, mit denen die Kirche in dieser Zeit konfrontiert ist, und die Notwendigkeit, Einheit und Stabilität unter den orthodoxen Gläubigen zu bewahren.
Der Tod von Patriarch Filaret wirft somit neue Fragen zur Zukunft der Orthodoxen Kirche der Ukraine und ihrer geistlichen Führung auf. Angesichts äußerer und innerer Herausforderungen muss sich die Kirche auf Fragen der Einheit und die Fortführung des von Filaret hinterlassenen Erbes konzentrieren. Dies könnte eine wichtige Etappe in der Entwicklung der Orthodoxie in der Ukraine darstellen, die von Kirchenvertretern und Gläubigen ein aktives Engagement für den Erhalt und die Stärkung der Kirche fordert. Wie die Fragen des Erbes und der Führung gelöst werden, wird die Zukunft der geistlichen Gemeinschaft im Land bestimmen.
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