Peru: Eine Frau hat ein Kind geboren, das sich in ihrer Leber entwickelt hat.

Peru: Eine Frau hat ein Kind geboren, das sich in ihrer Leber entwickelt hat
Peru: Eine Frau hat ein Kind geboren, das sich in ihrer Leber entwickelt hat

Nach Angaben von ТСН: In Peru haben Ärzte einen beispiellosen Fall getroffen: Eine 19-jährige Frau hat ein gesundes Kind zur Welt gebracht, obwohl die Schwangerschaft nicht in der Gebärmutter, sondern in der Leber stattfand.

Dieser Zustand, der als leberextrauterine Schwangerschaft bekannt ist, tritt auf, wenn eine befruchtete Eizelle an Lebergewebe haftet. Da dieses Organ eine sehr reiche Blutversorgung hat, sind die Lebensrisiken für die Mutter und das Kind äußerst hoch.

Ein einzigartiger medizinischer Fall

Fachleute des Nationalen Krankenhauses Cayetano Heredia in San Martín de Porres beschrieben diesen Fall als „doppelte Wunder des Lebens“. Der Gesundheitsminister von Peru, Luis Kiroza Avilés, erklärte, dass die Operation sehr kompliziert war, aber es den Ärzten gelang, sowohl die Mutter als auch das Neugeborene zu retten.

Das Mädchen, das 3,6 kg wog, wurde per Kaiserschnitt im Carlos Lanfranco La Osa Krankenhaus geboren.

Dieser Fall ist der erste erfolgreiche in Peru und erst der vierte weltweit, in dem Mama und Kind nach der Implantation des Embryos in die Leber überlebten.

Schwierigkeiten und Komplikationen

Die meisten Ektopien – etwa 96 % – finden in den Eileitern statt. Nur 4 % entwickeln sich in der Bauchhöhle, während die Haftung an der Leber nahezu einzigartig ist. In diesem Fall erhielt der Fötus Nährstoffe über die Leberarterien, was es ihm ermöglichte, bis zum Termin zu wachsen.

Es ist erwähnenswert, dass das Kind bis zur 40. Woche ausgetragen wurde, während in drei früheren ähnlichen Fällen die Geburt erst in der 36. Woche stattfand.

Nach der Geburt konnten die Ärzte die Plazenta aufgrund einer signifikanten Blutung nicht sofort entfernen. Die Frau wurde in das Nationale Krankenhaus Cayetano Heredia verlegt, wo die Embolisation der Arterien, die die Plazenta versorgten, mithilfe der interventionellen Radiologie durchgeführt wurde. Erst danach konnte ihr Zustand stabilisiert werden.

Mutter und Kind kehrten am 3. Dezember nach Hause zurück.

Die Frau wusste während der 9 Monate nicht von ihrer Schwangerschaft und verließ das Krankenhaus mit einem Baby.

Dieser einzigartige Fall des „doppelten Wunders“ in Peru unterstreicht nicht nur die Komplexität und Seltenheit solcher Schwangerschaften, sondern auch die Fähigkeit der medizinischen Fachkräfte, mit kritischen Situationen umzugehen. Der Erfolg der Ärzte und das glückliche Ende dieser Geschichte sind eine wichtige Erinnerung an die Kraft der Medizin und die Hoffnung, selbst unter den schwierigsten Bedingungen.


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