Der Priester über 12 Gerichte zu Weihnachten: das ist keine christliche Tradition.
Nach Angaben von ТСН: Die Tradition, 12 Gerichte am Heiligabend zuzubereiten, ist ausschließlich volkstümlich und hat keinen kirchlichen oder christlichen Hintergrund. Diese Meinung äußerte ein Priester-Blogger aus der Region Ternopil.
Der Priester teilte seine Überlegungen zur Vorbereitung auf Weihnachten in den sozialen Netzwerken und forderte die Ukrainer auf, rational zu handeln.
12 Gerichte sind keine Axiom
Laut ihm ist die Anzahl der Gerichte auf dem Tisch eine persönliche Wahl und kein streng festgelegtes Regelwerk. Er stellte fest, dass viele Menschen die Zahl „12“ fälschlicherweise als unverzichtbaren Standard ansehen.
„Die Leute denken, dass 12 Gerichte ein Axiom, ein Theorem sind. Wenn Sie wollen, bereiten Sie 15 zu. Aber warum? Persönlich würde ich mich mit einfacher Kartoffel und einem Stück Hering, geschmortem Kohl satt essen. Sie bereiten das Abendessen vor – es ist Ihr Recht, aber es hat keinen christlichen Hintergrund und keinen kirchlichen“, betonte der Priester.
Was haben die 12 Apostel damit zu tun?
Der Priester kommentierte auch den beliebten Vergleich der Anzahl der Gerichte mit der Zahl der Apostel. Er erinnerte daran, dass die Jünger Christi „aßen, was Gott schickte“ und sich mit der Verkündigung beschäftigten, nicht mit dem Kochen.
Fisch und Brot: der Priester erinnerte an biblische Geschichten, in denen Jesus Tausende von Menschen nur mit Brot und Fisch speiste.
Rationalität: er forderte dazu auf, keine unnötigen Anstrengungen in der Küche zu verschwenden, um später kein Essen wegwerfen zu müssen.
Aufruf an die Hausfrauen
Besonders wies der Priester auf die Frauen hin, die sich oft bei der Vorbereitung auf das Fest erschöpfen.
„Warum sich anstrengen, nur um am nächsten Tag alles wegzuwerfen? Seien Sie rational, das ist schließlich Ihre Arbeit. Die Gastgeberin sollte sich vor den Feiertagen ausruhen. Warum sich wie Marco durch die Hölle in der Küche abmühen?!“, fasste der Priester zusammen und fügte hinzu, dass er selbst nicht so viel kocht.
Diese Äußerungen des Priesters betonen die Bedeutung eines rationalen Ansatzes bei der festlichen Zubereitung von Speisen. In der festlichen Zeit sollte man nicht nur Traditionen, sondern auch die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten berücksichtigen, damit das Fest zu einem echten Moment der Freude und nicht des Stresses wird.
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