Ex-Minister Galuschtschenko benennt Geldgeber für teure Ausbildung seines Sohnes.

Ex-Minister Galuschtschenko benennt Geldgeber für teure Ausbildung seines Sohnes
Ex-Minister Galuschtschenko benennt Geldgeber für teure Ausbildung seines Sohnes

Wer finanzierte die Schweizer Ausbildung?

Nach Angaben von Novyny.live: Der ehemalige ukrainische Minister für Energie und Justiz, Herman Galuschtschenko, hat sich zu den hohen Kosten der Ausbildung seines Sohnes in der Schweiz geäußert. Diese beliefen sich auf 200.000 US-Dollar pro Jahr. Laut Galuschtschenko übernahm der Pate seines Sohnes die Kosten für das erste Studienjahr. Für die Folgejahre sei eine andere Person aufgekommen. Der Ex-Minister verwies zudem auf mehrere wohlhabende Paten, die seine Familie finanziell unterstützt hätten. Solche privaten Finanzierungsmodelle stehen in der Ukraine oft im Fokus von Korruptionsermittlern.

Festnahme und laufende Ermittlungen

Die Gerichtsverhandlung gegen Herman Galuschtschenko fand am 17. Februar statt. Er war bereits in der Nacht zum 15. Februar festgenommen worden, als er versuchte, die Grenze zu überqueren. Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) wirft ihm schwere Verfehlungen vor. Den Ermittlungen zufolge gingen auf Konten einer Stiftung, mit der Galuschtschenko in Verbindung steht, über 7,4 Millionen US-Dollar, 1,3 Millionen Schweizer Franken und 2,4 Millionen Euro ein.

Galuschtschenko beteuerte, nicht aus der Ukraine fliehen zu wollen. Seine Erklärungen zur Studienfinanzierung erscheinen vor dem Hintergrund der laufenden Untersuchungen als Versuch, bestimmte Geldflüsse zu rechtfertigen. Der Fall hat in der ukrainischen Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erregt, da er private Lebensumstände mit amtlicher Tätigkeit verknüpft.

Die Affäre unterstreicht die grundsätzliche Bedeutung finanzieller Transparenz bei staatlichen Amtsträgern. Dies gilt besonders in einer Zeit verstärkter öffentlicher Kontrolle und antikorrupter Bestrebungen. Die Festnahme des Ex-Ministers und die Vorwürfe finanziellen Missbrauchs könnten das Vertrauen in die Staatsführung erschüttern und markieren einen weiteren Schritt im anhaltenden Kampf gegen Korruption in der Ukraine.


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