Orbans Ukraine-Kurs: Experte sieht politischen Selbstmord.

Orbans Ukraine-Kurs: Experte sieht politischen Selbstmord
Orbans Ukraine-Kurs: Experte sieht politischen Selbstmord

Schwere Kritik an Orbans Politik

Nach Angaben von UATV: In einem Interview mit dem Sender FREEДOM hat der Experte Igor Tschalenko die Linie des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán scharf verurteilt. Seine ukrainefeindliche Rhetorik bringe keine politischen Gewinne, sondern führe direkt in den politischen Niedergang. Tschalenko betonte, dass Orbáns Handeln die tatsächliche Haltung der Ungarn gegenüber der Ukraine und der Europäischen Union völlig verfehle.

Soziologischen Umfragen vom 13. Januar 2023 zufolge liegt die Partei 'Tisza' in Umfragen mit etwa 51% deutlich vorn, ein Vorsprung von 12 Prozentpunkten vor den für den 12. April 2023 angesetzten Parlamentswahlen. Tschalenko verwies darauf, dass die Beteiligung an den nationalen Konsultationen im vergangenen Frühjahr unter 20% lag. Er präsentierte auch eigene Umfragedaten seiner Partei 'Tisza', laut denen über eine Million Befragte die EU-Mitgliedschaft der Ukraine unterstützen.

"Politische Hysterie" als Weg in den Abgrund

Der Experte bezeichnete Orbans Ukraine-Rhetorik klar als 'Hysterie'. Dazu führte er aus:

„Orbán ist ein Glücksfall, er soll nur so weitermachen. Auf diese Weise beschleunigt er lediglich sein politisches Ende.“ - Igor Tschalenko
Tschalenko stellte fest, dass diese Position 'buchstäblich eine Ausnahme von allen Umfragen und Ergebnissen darstellt'. Die tatsächliche Unterstützung für die Ukraine in der Bevölkerung stehe im krassen Gegensatz zu Orbans Kurs.

Laut dem Experten kann man keineswegs sagen, 'dass die Ungarn gegen die Europäische Union oder gegen die Ukraine' seien. Im Gegenteil unterstütze die Mehrheit die Zusammenarbeit mit der EU. Tschalenko kritisierte auch Orbans negative Darstellung der Ukraine-Finanzierung und fragte: 'Warum nehmt ihr dann überhaupt Finanzmittel aus Brüssel an, die in Investitionen fließen?'

Die Aussagen Igor Tschalenkos machen deutlich, dass die ukrainefeindliche Rhetorik Viktor Orbáns nicht nur wirkungslos ist, sondern seinem politischen Schicksal erheblich schaden kann. Die Kritik an Orbans Politik zeigt ein wachsendes Unbehagen in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit über seinen Umgang mit der Ukraine und der EU. Die pro-europäische Partei 'Tisza' könnte angesichts der bevorstehenden Parlamentswahlen zu einem entscheidenden Faktor im ungarischen Politikbetrieb werden. Dies könnte die politische Landschaft des Landes verändern und die künftigen Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine neu gestalten.


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