Trotz Rekordexporten von russischem Öl: Benzin wird knapp – Angriffe auf Raffinerien legen ein Viertel der Produktion lahm.

Trotz Rekordexporten von russischem Öl: Benzin wird knapp – Angriffe auf Raffinerien legen ein Viertel der Produktion lahm
Trotz Rekordexporten von russischem Öl: Benzin wird knapp – Angriffe auf Raffinerien legen ein Viertel der Produktion lahm

Russlands Ölexport auf Rekordkurs

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Ausfuhren von russischem Rohöl steigen weiter an – und das, obwohl es im Inland zunehmend Engpässe bei Treibstoff gibt und die Raffinerie-Infrastruktur massiv unter Beschuss steht. Allein über die Häfen Primorsk, Ust-Luga und Noworossijsk könnten täglich rund 2,7 Millionen Barrel verschifft werden. Optimistische Schätzungen gehen sogar von bis zu 2,8 Millionen Barrel pro Tag aus. Bereits im Mai lag der Export bei über 2,5 Millionen Barrel täglich.

Wie die Angriffe die Raffineriekapazitäten dezimieren

Doch die Lage in Russlands verarbeitender Industrie bleibt angespannt. Seit Beginn des Jahres 2026 gab es rund zwanzig Attacken auf die Raffinerie-Infrastruktur des Landes. Die Folge: Die Gesamtkapazität ist um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Besonders intensiv waren die Angriffe im Mai, als die ukrainischen Verteidigungskräfte mit 30 Schlägen auf Ölanlagen einen neuen Monatsrekord aufstellten. Diese Aktionen verursachten erhebliche finanzielle Schäden: Russland büßte durch Produktionsstillstände und Lieferverzögerungen mindestens sieben Milliarden Dollar ein.

  • Die Drohnenangriffe vom 16. und 18. Juni auf die Moskauer Raffinerie in Kapotnja werden langfristige Folgen haben; die Anlage wird voraussichtlich erst 2027 wieder in Betrieb gehen.
  • In der Folge sank die Benzinproduktion in Russland am 23. Juni um ein Viertel im Vergleich zum Juni 2025.
  • In der Krim wurde der Verkauf von Benzin an die Bevölkerung bereits gestoppt – ein klares Zeichen für die sich zuspitzende Treibstoffversorgung.

Der Anstieg der Ölexporte trotz der Verluste in der Raffinerie-Infrastruktur zeigt, dass Russland versucht, seine Position auf den internationalen Märkten zu halten. Die anhaltenden Angriffe auf Ölanlagen könnten jedoch die Handlungsfähigkeit des Landes in naher Zukunft erheblich einschränken und die Wirtschaft vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Die Versorgungskrise im Inland, insbesondere auf der Krim, verdeutlicht die wachsenden Schwierigkeiten, die die sozioökonomische Stabilität der Region gefährden könnten.


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