Ukrainisches Weizenmehl: Export in die EU verzeichnet 119-fachen Anstieg.

Ukrainisches Weizenmehl: Export in die EU verzeichnet 119-fachen Anstieg
Ukrainisches Weizenmehl: Export in die EU verzeichnet 119-fachen Anstieg

Ukraine steigert Ausfuhren von Weizenmehl in die Europäische Union massiv

Nach Angaben von Слово і Діло — Інфографіка: Zwischen 2020 und 2025 hat die Ukraine ihre Lieferungen von Weizenmehl in EU-Staaten drastisch erhöht. Laut Statistik importierten die EU-Länder im Jahr 2020 insgesamt 235.700 Tonnen Mehl im Wert von 104,5 Millionen Euro. Der Anteil der Ukraine daran betrug lediglich 0,2 Tonnen und 0,08 Millionen Euro.

Ein Jahr später, 2021, sank die EU-Gesamteinfuhr auf 214.600 Tonnen (Wert: 113,1 Millionen Euro), während der ukrainische Beitrag mit 0,1 Tonnen und 0,04 Millionen Euro weiterhin minimal war. Doch 2022 änderte sich das Bild grundlegend: Die EU importierte 272.800 Tonnen Mehl für 155 Millionen Euro, wovon 28.500 Tonnen (10 %) aus der Ukraine stammten – ein Wert von 10,4 Millionen Euro (6,7 %).

Prognosen für die Jahre 2023 bis 2025

2023 erwies sich als besonders erfolgreich für die Ukraine: Die EU führte insgesamt 326.100 Tonnen Mehl ein (177,2 Millionen Euro), davon kamen 74.400 Tonnen (22,8 %) aus der Ukraine, was einem Gegenwert von 25,3 Millionen Euro entspricht. 2024 gingen die ukrainischen Exporte jedoch leicht zurück – auf 27.100 Tonnen (9,3 Millionen Euro), während die EU-Gesamteinfuhr bei 283.200 Tonnen lag.

Für 2025 zeichnet sich erneut ein Anstieg ab: Die EU importierte 303.500 Tonnen Weizenmehl (169,1 Millionen Euro), wovon 23.800 Tonnen (7,8 %) aus der Ukraine stammten – ein Wert von 8,7 Millionen Euro. Insgesamt hat sich der ukrainische Anteil am EU-Mehlimport damit mengenmäßig um das 119-fache und wertmäßig um das 109-fache erhöht.

Diese Zahlen belegen den beachtlichen Fortschritt der Ukraine beim Export von Weizenmehl in die EU im genannten Zeitraum. Die Entwicklung spiegelt auch eine Verschiebung globaler Handelsströme wider, die den Agrarsektor des Landes nachhaltig beeinflusst.

Der sprunghafte Anstieg der ukrainischen Mehlausfuhren in die EU deutet auf Veränderungen in den internationalen Handelsbeziehungen hin und verstärkt den Wettbewerb auf dem Agrarmarkt. Für die Ukraine ergeben sich daraus sowohl Chancen als auch Risiken: Während die Exporteinnahmen die Wirtschaft stützen, könnten sie den heimischen Markt unter Druck setzen. Die langfristige Sicherung dieser Exportmöglichkeiten könnte daher ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Stabilität des Landes werden.


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