EU friert Ölpreisdeckel ein: 21. Sanktionspaket gegen Russland in Planung.
Das nächste Sanktionspaket der Europäischen Union nimmt Gestalt an
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Europäische Union bereitet ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland vor. Kernstück ist die Einfrierung des Preisdeckels für russisches Rohöl. Damit setzt Brüssel seine Strategie fort, die Einnahmen Moskaus aus dem Energieexport weiter zu begrenzen.
Der derzeit gültige Preisdeckel wurde in früheren Sanktionsrunden festgelegt. Er berechnet sich aus dem Durchschnittspreis der vergangenen sechs Monate abzüglich 15 Prozent. Alle sechs Monate wird dieser Wert angepasst, um auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Was die EU-Kommission plant
Die EU-Kommission arbeitet mit Hochdruck am 21. Sanktionspaket. Eine Verabschiedung noch vor Ende Juni gilt als möglich. Mit diesem Schritt will die Union ihren wirtschaftlichen und geopolitischen Druck auf Russland aufrechterhalten.
Das neue Maßnahmenbündel ist Teil einer umfassenderen Strategie: Es soll Russlands finanzielle Spielräume durch geringere Einnahmen aus Energieexporten einschränken – und damit mittelbar auch dessen militärische Handlungsfähigkeit schwächen. Die geplante Einfrierung des Ölpreisdeckels zeigt, wie die EU versucht, ihre politischen Ziele mit den Schwankungen des Weltmarkts in Einklang zu bringen. Die Wirksamkeit der Sanktionen wird künftig ein zentraler Prüfstein für die EU-Politik gegenüber Russland sein.
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