Brüssel plant 21. Sanktionspaket: Ölpreisdeckel und Importstopp für russischen Fisch.

Brüssel plant 21. Sanktionspaket: Ölpreisdeckel und Importstopp für russischen Fisch
Brüssel plant 21. Sanktionspaket: Ölpreisdeckel und Importstopp für russischen Fisch

EU berät über neue Maßnahmen gegen Moskau

Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union arbeitet an einem weiteren Sanktionspaket gegen Russland – dem 21. in Folge. Vorgesehen sind unter anderem schärfere Handelsbeschränkungen und eine Ausweitung der schwarzen Liste. Die Beratungen im Rat der EU sind für den 15. Juli angesetzt. Bereits am 13. Juli traten neue Strafmaßnahmen in Kraft: Auf die Sanktionsliste gesetzt wurden 11 russische Staatsbürger sowie mehrere Unternehmen, darunter Entwickler von Überwachungssystemen, das soziale Netzwerk ‚VKontakte‘ und der Messengerdienst ‚Makh‘. Auch die Strafkolonie Nr. 10 in Mordwinien ist betroffen.

Kernpunkte der Verhandlungen

Das Paket umfasst Restriktionen gegen 90 russische Banken und 11 Kryptoplattformen. Zudem sollen die Sanktionslisten um 250 weitere natürliche und juristische Personen erweitert werden – ein klares Signal, dass Brüssel den wirtschaftlichen Druck aufrechterhalten will. Ein zentraler Streitpunkt ist die Festlegung einer Preisobergrenze für russisches Öl. Wie der Experte Vitali Sizow anmerkt:

„Die Debatten dauern an. Es wird erwartet, dass die Entscheidung über das Einfrieren der Preisobergrenze für russisches Öl dennoch am 15. Juli getroffen wird.“ – Vitali Sizow

Weitere Diskussionsthemen sind ein Einreiseverbot für russische Kombattanten sowie ein Importverbot für Fisch aus Russland und Belarus. Diese Schritte zielen darauf ab, den wirtschaftlichen Druck auf den Aggressorstaat zu verstärken. Vitali Sizow betonte außerdem:

„Es werden jedoch bestimmte Maßnahmen eingeführt – dieser Schutz wird nur jenen ukrainischen Bürgern gewährt, die nachweisen können, dass sie keine Wehrpflicht gegenüber der Ukraine haben.“ – Vitali Sizow

Geplant ist auch, die Liste der Schiffe aus Russlands Schattenflotte um 30 Einheiten zu erweitern. Dies unterstreicht, wie sehr die EU darauf bedacht ist, Umgehungen der Sanktionen zu unterbinden. Der vorübergehende Schutz für ukrainische Flüchtlinge wurde bis März 2028 verlängert – ein Zeichen der anhaltenden Unterstützung für die vom Krieg betroffenen Menschen.

Die Beratungen über das neue Sanktionspaket zeigen, dass die EU ihren strategischen Druck auf Russland im Kontext des anhaltenden Ukraine-Konflikts weiter erhöht. Die Ausweitung der Sanktionslisten und die neuen Beschränkungen könnten die russische Wirtschaft sowie ihre internationalen Beziehungen erheblich beeinträchtigen. Zugleich unterstreicht die Verlängerung des temporären Schutzes für ukrainische Flüchtlinge das Engagement der EU, den vom Krieg betroffenen Ukrainern sichere Lebensbedingungen in Europa zu bieten.


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