Die EU könnte das Vetorecht für Länder aufheben: Wie wird sich das auf die Unterstützung der Ukraine auswirken?.
Nach Angaben von FREEДOM:
Die EU erwägt neue Regeln für die Außenpolitik
Die Europäische Union plant, die Entscheidungsfindung in der Außenpolitik zu ändern, da die aktuellen Anforderungen an die Einheit häufig hinderlich sind. Dies ist insbesondere aufgrund der Position Ungarns spürbar, das wiederholt wichtige Entscheidungen zur Unterstützung der Ukraine blockiert hat. In Brüssel werden bereits Optionen diskutiert, um das Veto von Budapest zu umgehen, einschließlich der Möglichkeit, zu einem System der qualifizierten Mehrheit überzugehen. Darüber berichtete der Präsident des analytischen Zentrums "Politika" Oleg Lysnyy am 1. September im Fernsehen von FREEДOM.
Expertenkommentare
'Ich muss sagen, dass das in der Tat nicht nur für uns positiv ist, sondern auch für die Europäische Union. Denn Ungarn hat immer oder die meiste Zeit im Europäischen Union den anderen nicht nur der Ukraine, sondern auch vielen Entscheidungen der EU Steine in den Weg gelegt. Wir wissen sehr gut, dass es Flaggschiffe und Außenseiter gibt, wie Ungarn. Mir scheint, dass die Mehrheit der Länder, die unter dem Druck Orbáns müde sind, auf eine Entscheidung drängen wird, die eine neue Arbeitsweise mit den Führungspersönlichkeiten der Länder einleitet', – betonte er.
Nach Angaben von Oleg Lysnyy ist diese Entscheidung schon lange notwendig, aber für die EU ist es wichtig, sie schnell umzusetzen.
'Diese Entscheidung muss so schnell wie möglich getroffen werden, denn die Europäische Union wird sich erweitern, und hypothetisch könnte irgendein anderer Politiker auftreten, der Orbán ähnelt, und die Funktionsweise der Europäischen Union behindern. Daher muss dies unbedingt sofort erledigt werden, aber besser spät als nie. Die Europäische Union ist sich voll bewusst, dass, wenn diese [Entscheidung] auf die nächsten Jahre verschoben wird, Befürworter von Orbáns Verhalten auftreten werden, die ebenfalls die EU erpressen und versuchen werden, ihre persönlichen Interessen durchzusetzen', – betonte der Analyst.
Aktuelle Situation beim Treffen in Kopenhagen
Wir erinnern daran, dass auf dem informellen Treffen in Kopenhagen (Dänemark) die Außen- und Verteidigungsminister der EU-Länder Fragen der Verteidigung, militärischer Investitionen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine erörtert haben. Außerdem wurden Fragen des 19. Sanktionspakets gegen Russland und Reparationsfragen erörtert – wie man Entschädigungen vom Kreml für die Aggression und die durch den Krieg gegen die Ukraine verursachten Schäden und Zerstörungen erzielen kann.
Die Überprüfung neuer Regelungen in der Außenpolitik der EU, die die Kommunikation und Entscheidungsfindung erleichtern, könnte die Stabilität der Union in Zeiten internationaler Herausforderungen erheblich beeinflussen. Vor der Erweiterung der EU wird die Lösung des Vetoproblems für die Evolution des politischen Systems der Gemeinschaft entscheidend sein.
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