Brüssel plant schärfere Gangart: EU bereitet Sanktionen gegen chinesische Firmen vor.

Brüssel plant schärfere Gangart: EU bereitet Sanktionen gegen chinesische Firmen vor
Brüssel plant schärfere Gangart: EU bereitet Sanktionen gegen chinesische Firmen vor

EU-Sanktionen gegen chinesische Unternehmen absehbar

Nach Angaben von Espreso.tv: Der EU-Sanktionsbeauftragte David O'Sullivan hat bestätigt, dass die Europäische Union regelmäßig über Strafmaßnahmen gegen chinesische Firmen berät. Der Vorwurf: Diese Unternehmen sollen militärische Güter für Russland herstellen. Das 21. Sanktionspaket der EU könnte bereits vor dem 15. Juli verabschiedet werden. Ein beschleunigender Faktor war der Absturz einer russischen Drohne nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze, der die Arbeiten an dem Paket vorantrieb.

Bereits das 20. Sanktionspaket umfasste 56 Firmen, die in die Produktion von Rüstungsgütern für Russland verwickelt sein sollen – darunter viele chinesische Unternehmen. Als Reaktion darauf verhängte Peking ein Embargo gegen sieben europäische Rüstungskonzerne, die nun keine chinesischen Waren mehr beziehen dürfen. O'Sullivan kommentierte dies mit den Worten, China spiele in dieser Angelegenheit „hart“. Er fügte hinzu, dass das Thema auf höchster Ebene mit der chinesischen Führung erörtert werde. Deren Antwort sei jedoch stets dieselbe: Man sehe kein Fehlverhalten.

David O'Sullivan: „China spielt in dieser Situation hart.“

Wirtschaftlicher Druck aus Brüssel auf Peking

O'Sullivan äußerte sich zudem pessimistisch über die Aussichten auf ein vollständiges Verbot von Seefahrtsdienstleistungen für russische Tanker. Der G7-Gipfel Ende Juni in Évian könnte eine weitere Bühne für diese Diskussionen bieten. Die Entwicklungen verdeutlichen den wachsenden wirtschaftlichen Druck der EU auf China, das Russland im Ukraine-Konflikt unterstützt. Da China weiterhin eine zentrale Rolle auf der Weltbühne spielt, könnte seine Reaktion auf die neuen Sanktionen die künftigen Beziehungen zwischen Brüssel und Peking maßgeblich prägen. Die mögliche Erörterung dieser Fragen beim G7-Treffen zeigt, dass die internationale Gemeinschaft ihre Schritte koordinieren will, um den aus dem Ukraine-Krieg erwachsenden Bedrohungen entgegenzutreten.


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