Putins ehemaliger Stabschef verliert Sitz im Sicherheitsrat: Die Hintergründe.

Putins ehemaliger Stabschef verliert Sitz im Sicherheitsrat: Die Hintergründe
Putins ehemaliger Stabschef verliert Sitz im Sicherheitsrat: Die Hintergründe

Der Werdegang eines einflussreichen Mannes

Nach Angaben von Espreso.tv: Sergei Iwanow, einst eine der mächtigsten Figuren im Kreml, hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Von 1998 an war er Vizechef des Inlandsgeheimdienstes FSB, bevor er zwischen 2001 und 2007 das Verteidigungsministerium leitete. Später stieg er zum ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten auf und übernahm von 2011 bis 2016 die Leitung der Präsidialverwaltung – eine der Schlüsselpositionen im Machtapparat. Doch 2016 verlor er diesen Posten und damit seinen direkten Einfluss auf die Tagespolitik.

Ein entscheidender Einschnitt folgte im Februar 2026: Iwanow wurde aus dem Sicherheitsrat der Russischen Föderation ausgeschlossen. Trotz dieses Rückschlags bleibt sein Name im Gespräch, denn er gilt neben Dmitri Medwedew als einer der potenziellen Nachfolger von Wladimir Putin. Seine Person steht zudem im Fokus westlicher Sanktionen; die Europäische Union, die USA und Großbritannien haben persönliche Strafmaßnahmen gegen ihn verhängt.

Private Schicksale und politische Verflechtungen

Auch Iwanows Privatleben wirft Schlaglichter auf die Verhältnisse in der russischen Elite. Sein älterer Sohn Alexander kam 2014 unter ungeklärten Umständen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ums Leben. Der jüngere Sohn Sergej bekleidete Führungspositionen bei den Staatskonzernen Alrosa und der Sberbank. Darüber hinaus sorgte im Juli 2025 der Fund der Leiche des ehemaligen Verkehrsministers Roman Starowoit bei Moskau für Aufsehen; die Behörden gehen von Suizid aus.

Diese Ereignisse verdeutlichen, wie tief Iwanow im politischen Gefüge Russlands verwurzelt ist und welche Rolle ihm in einer möglichen Zukunft des Landes zugedacht sein könnte. Obwohl er aus dem Sicherheitsrat ausgeschlossen wurde und unter Sanktionen steht, wird sein Name weiterhin mit einem möglichen Machtwechsel im Kreml in Verbindung gebracht.

Die Verstrickungen zwischen seiner Biografie, persönlichen Tragödien und den Verbindungen zu anderen hochrangigen Funktionären zeichnen ein Bild der komplexen und oft undurchsichtigen russischen Führungsriege. Diese Gemengelage könnte die politische Entwicklung im Land und die internationalen Beziehungen nachhaltig beeinflussen.


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