EU scheitert an Verabschiedung des 21. Sanktionspakets gegen Russland: Die Hindernisse im Detail.
Sanktionen der EU gegen Russland
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 12. Juli 2023 konnte die Europäische Union bei einer außerordentlichen Sitzung des Ausschusses der Ständigen Vertreter das 21. Sanktionspaket gegen Russland nicht verabschieden – trotz erkennbarer Fortschritte. Die Beratungen sollen am 13. Juli im EU-Rat fortgesetzt werden. Es handelt sich bereits um das zweite Sanktionspaket, das nicht auf Anhieb durchgebracht wurde; der 20. Paket scheiterte im Februar 2023 ebenfalls beim ersten Versuch. Dieser Rückschlag verdeutlicht, wie schwierig es ist, innerhalb der EU gemeinsame Positionen zu finden.
Änderungen am Sanktionsentwurf
Während der Sitzung wurden mehrere Anpassungen am Entwurf vorgenommen. Konkret:
- Auf Drängen Bulgariens strich man den Patriarchen der Moskauer Patriarchats Kyrill sowie den Gründer des Ölkonzerns Lukoil, Vagit Alekperov, aus der Sanktionsliste.
- Das Einreiseverbot in die EU für russische Kämpfer wurde deutlich eingeschränkt.
- Der Vorschlag, den Import von Kabeljau, Seelachs und weiteren Fischarten aus Russland zu verbieten, wurde aus dem Entwurf entfernt.
- Strenge Auflagen für Flüssiggas aus Russland sollen nicht umgesetzt werden.
Im Gegenzug einigte man sich darauf, die Preisobergrenze für russisches Öl vorübergehend bei 44,1 Dollar pro Barrel einzufrieren. Die EU-Kommission hatte das 21. Sanktionspaket am 9. Juni 2023 vorgestellt. Die aktuellen Schwierigkeiten bei der Verabschiedung zeigen, wie unterschiedlich die Mitgliedstaaten über Sinn und Umfang der Maßnahmen gegen Russland denken. Dieser Prozess offenbart die Komplexität der Abstimmungen innerhalb der EU.
Diese Situation spiegelt nicht nur interne politische Differenzen in der Europäischen Union wider, sondern auch die Herausforderungen, denen sich die Mitgliedstaaten gegenübersehen, wenn sie eine gemeinsame Außenpolitik abstimmen wollen. — Quelle: Experte für internationale Beziehungen
Die wachsenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den Staaten könnten künftige Sanktionsbeschlüsse erschweren und damit die Wirksamkeit der EU-Reaktion auf Russlands Handeln beeinträchtigen. Es bleibt entscheidend, die Einheit unter den Mitgliedern zu wahren, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Bedrohungen zu sichern.
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