Aus für EU-Bürgerschaft durch Investitionen: Diese Regeln gelten ab 2026.

Aus für EU-Bürgerschaft durch Investitionen: Diese Regeln gelten ab 2026
Aus für EU-Bürgerschaft durch Investitionen: Diese Regeln gelten ab 2026

Neue Vorschriften für die Einbürgerung in der EU

Nach Angaben von Novyny.live: Die Ära der sogenannten 'Goldenen Pässe' in der Europäischen Union ist beendet. Ab dem Jahr 2026 wird kein EU-Mitgliedsstaat mehr die Staatsbürgerschaft direkt gegen eine Kapitalinvestition vergeben. Diese grundlegende Kehrtwende zeigt, wie sich die Einwanderungspolitik in Europa gewandelt hat und nun strengeren Prinzipien folgt.

Seit 2020 wurden die Anforderungen für den Erwerb der Staatsangehörigkeit in EU-Ländern kontinuierlich verschärft. Dies umfasst nicht nur das Auslaufen der Investorenprogramme, sondern auch neue Bedingungen für den Erwerb eines dauerhaften Aufenthaltsrechts. Bis April 2025 war Malta das letzte Land, das offiziell eine Einbürgerung gegen Zahlung anbot – doch auch dieses Programm ist nun geschlossen.

Welche Investitions- und Aufenthaltsoptionen bleiben?

Für eine dauerhafte Niederlassung und spätere Einbürgerung gelten in verschiedenen EU-Staaten weiterhin Investitionsmodelle, die jedoch mit langen Aufenthaltsfristen verbunden sind. Die Mindestinvestitionen und erforderlichen Wohnzeiten variieren erheblich:

  • Frankreich: Mindestinvestition 300.000 Euro, erforderlicher Wohnsitz: 5 Jahre.
  • Griechenland: 250.000 Euro Investition und ein Wohnsitz von 7 Jahren sind nötig.
  • Zypern: Eine Option sieht 300.000 Euro vor, kombiniert mit 8 Jahren Aufenthalt.
  • Portugal und Italien: Jeweils 250.000 Euro Investition bei einer Wartezeit von 10 Jahren.

Diese Veränderungen sind besonders für Personen relevant, die einen EU-Wohnsitz oder eine Staatsbürgerschaft anstreben. Interessenten aus der Ukraine sollten die aktuellen, deutlich strengeren Vorgaben genau prüfen, da sie sich fundamental von den früheren, liberaleren Praktiken unterscheiden.

Die Reformen spiegeln einen EU-weiten Trend zu mehr Kontrolle und Transparenz bei der Vergabe von Staatsbürgerschaften wider. Hintergrund sind sicherheitspolitische Erwägungen und das Bestreben, die innere Stabilität zu wahren. Für viele Ausländer, darunter auch Ukrainer, die eine Zukunft in Europa suchen, wird der Weg zur Einbürgerung dadurch deutlich anspruchsvoller und langwieriger.


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