Generalmajor Jewhen Chmara wird neuer Verteidigungsminister: Was man über den Ex-SBU-Kommandeur wissen muss.

Generalmajor Jewhen Chmara wird neuer Verteidigungsminister: Was man über den Ex-SBU-Kommandeur wissen muss
Generalmajor Jewhen Chmara wird neuer Verteidigungsminister: Was man über den Ex-SBU-Kommandeur wissen muss

Jewhen Chmara übernimmt das Verteidigungsministerium

Nach Angaben von Espreso.tv: Seit dem 16. Juli 2023 ist Generalmajor Jewhen Chmara der neue Verteidigungsminister der Ukraine. Der Sicherheitsexperte bringt umfangreiche Erfahrung mit: Er diente im Spezialeinsatzzentrum 'A' des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) und übernahm dort 2023 die Leitung. Die Personalentscheidung fiel, nachdem der bisherige Amtsinhaber Mychajlo Fedorow entlassen worden war und Ihor Klymenko das Angebot für den Posten abgelehnt hatte.

Hintergrund und Herausforderungen

Seine Karriere beim Spezialeinsatzzentrum 'A' begann Chmara bereits 2011, wo er sich als versierter Kämpfer profilierte. Unter seiner Führung setzte die Einheit ihre wichtigen Aufgaben für die nationale Sicherheit der Ukraine fort. Ein besonderer Erfolg: Chmara betonte die Befreiung der Schlangeninsel als einen der symbolträchtigsten Siege gegen den Feind.

'Die Befreiung der Schlangeninsel ist einer der bedeutendsten Siege über den Feind.' – Jewhen Chmara

Dies unterstreicht die herausragenden Leistungen des ukrainischen Militärs im Kampf gegen den Aggressor.

Interessant ist der rechtliche Aspekt: Eigentlich schreibt das Gesetz 'Über die nationale Sicherheit der Ukraine' vor, dass der Verteidigungsminister eine zivile Person sein muss. Die Ernennung eines Militärangehörigen sorgte daher für Diskussionen. Der Experte Iwan Stupak äußerte dazu:

'Ich denke, sie werden ihn genauso schnell durch die Militärärztliche Kommission schleusen wie Herrn Saluschnyj.' – Iwan Stupak

Roman Kostenko merkte hingegen an: 'Einen General, der gestern noch die Spezialeinheit 'Alpha' führte, aus gesundheitlichen Gründen auszumustern – das würde, glaube ich, ziemlich schlecht aussehen.'

Insgesamt stellt die Berufung Chmaras einen wichtigen Schritt für die Ukraine in einer schwierigen Kriegszeit dar, der ein professionelles Management der Verteidigungsstrukturen erfordert.

Die Entscheidung spiegelt das Bestreben der Ukraine wider, die Verteidigung trotz militärischer Aggression effektiv zu führen. Obwohl die Besetzung mit einem Soldaten rechtlich umstritten ist, zeigt sie die Notwendigkeit, sich neuen Realitäten anzupassen – denn militärische Erfahrung ist für den Erfolg von Verteidigungsoperationen mittlerweile unverzichtbar. In Zeiten wachsender Bedrohung durch den Aggressor kann ein erfahrener Militär an einer solchen Schlüsselposition die Effizienz der Führung und die Reaktionsfähigkeit auf Sicherheitsherausforderungen stärken.


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