EU-Parlament fordert schärfere Sanktionen: Krypto-Verbot und 20 Banken im Visier.
EU plant nächste Sanktionsrunde gegen Russland
Nach Angaben von UATV: Im Europäischen Parlament mehren sich die Stimmen für einen neuen Sanktionsschlag gegen Russland. Als Reaktion auf die gezielten Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur und zur Stärkung der militärischen Unterstützung für Kiew drängen Abgeordnete auf weitere Maßnahmen. Die EU-Kommission schlägt konkret ein Verbot von Kryptowährungsgeschäften mit russischem Bezug vor und will 20 weitere Banken auf die Sanktionsliste setzen. Diese Schritte zielen darauf ab, die Finanzierungsquellen für den Krieg weiter zu verengen.
Die schwedische Europaabgeordnete Li Andersson betonte die Dringlichkeit härterer Strafmaßnahmen. Sie erklärte:
„Das Begehen der grausamsten Verbrechen gegen die Ukraine und ihr Volk hat Konsequenzen.“Mit dem nun vorliegenden 20. Sanktionspaket will die EU den wirtschaftlichen Druck auf Moskau systematisch erhöhen. Die Debatte zeigt, wie sehr sich der Fokus auf die Unterbindung von Finanzströmen verschärft hat.
Russlands Wirtschaft unter zunehmendem Druck
Die wirtschaftlichen Signale aus Russland geben Anlass zur Sorge: Für 2025 wird ein deutlicher Einbruch des industriellen Wachstums auf nur noch 0,8% erwartet. Das Land steuere, so die Einschätzung des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes, auf die tiefste Krise seit zwei Jahrzehnten zu.
„Die russische Wirtschaft tritt in eine Phase der tiefsten Krise der letzten zwei Jahrzehnte ein“, heißt es in der Analyse. Ein Rekorddefizit im Staatshaushalt unterstreicht die prekäre Lage.
Das geplante Verbot für Kryptotransaktionen ist ein zentraler Baustein der neuen EU-Pläne. Wie die Financial Times berichtet,
„will die EU sicherstellen, dass die Sanktionen ihre volle Wirkung entfalten, und verbietet daher Geschäfte mit allen Anbietern von Krypto-Assets“, die mit Russland in Verbindung stehen. Damit soll eine kritische Finanzierungslücke geschlossen werden.
Neben dem Krypto-Verbot sieht der Entwurf Sanktionen gegen 20 weitere russische Bankinstitute vor. Diese Maßnahmen sind Teil der konsequenten europäischen Antwort auf die anhaltende Aggression. Die globalen Auswirkungen zeigen sich auch anderswo: So hat die indische Küstenwache kürzlich drei Tanker wegen des Verdachts auf Öl-Schmuggel festgesetzt – ein Indiz für die internationale Dimension der Bemühungen, illegale russische Einnahmequellen zu unterbinden.
Zusammengenommen zielen die neuen EU-Vorschläge darauf ab, den Sanktionsdruck auf Moskau weiter zu maximieren und die Ukraine im anhaltenden Konflikt zu unterstützen. Die wirtschaftliche Schwächung Russlands wird als ein Schlüssel zur Eindämmung seiner Kriegsfähigkeit angesehen.
Die geplanten Restriktionen markieren eine weitere Eskalationsstufe im europäischen Sanktionsregime. Das Verbot von Kryptogeschäften und die Erweiterung der Bankenliste unterstreichen den Willen, auch neue und schwer kontrollierbare Finanzkanäle zu blockieren. Die sich verschlechternde Wirtschaftslage in Russland lässt darauf hoffen, dass der ökonomische Druck langfristig Wirkung zeigt und die Handlungsfähigkeit des Kremls beeinträchtigt.
Lesen Sie auch
- Fedorov verkündet neue Ruhezeiten für Vertragssoldaten: Das sind die Fristen
- Boxweltmeister Usyk wagt den Sprung in die Politik: Welche Ämter er anpeilt und ob seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde knacken kann
- Alle 27 EU-Staaten stimmen für Verhandlungsrahmen mit der Ukraine – erster Themenblock gebilligt
- EU plant Einreiseverbot für Ex-Kämpfer: Der 21. Sanktionsblock gegen Russland nimmt Gestalt an
- Ab 2027: Neue Gehaltsstruktur für die ukrainische Polizei – Mindestgehalt und Zulagen festgelegt
- Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs Karim Khan nach Belästigungsvorwürfen suspendiert

