EU weist Rubios Vorstoß zurück: Ukraine darf nicht als Verhandlungsmasse für Nahostkonflikte dienen.

EU weist Rubios Vorstoß zurück: Ukraine darf nicht als Verhandlungsmasse für Nahostkonflikte dienen
EU weist Rubios Vorstoß zurück: Ukraine darf nicht als Verhandlungsmasse für Nahostkonflikte dienen

Valérie Hayer stellt klar: Militärhilfe für Kiew nicht verknüpfbar

Nach Angaben von Novyny.live: Die Vorsitzende der liberalen Fraktion Renew Europe im Europaparlament, Valérie Hayer, hat sich entschieden gegen eine Koppelung der US-Militärhilfe für die Ukraine an die Ereignisse im Nahen Osten ausgesprochen. Sie unterstrich, dass die Unterstützung für Kiew eigenständig bleiben müsse, und betonte:

„Die Ukraine ist kein Tauschobjekt, und der Iran-Krieg ist nicht unser Krieg.“
Damit reagierte sie auf jüngste Äußerungen aus Washington, die in Brüssel für Unruhe sorgen.

G7-Treffen offenbart transatlantische Differenzen

Bereits auf dem Gipfel der G7-Staaten, der kurz vor der Stellungnahme von US-Außenminister Marco Rubio stattfand, waren internationale Krisenherde diskutiert worden – darunter die Lage in der Ukraine und im Nahen Osten. Rubio hatte dort erklärt: Falls manche europäischen Führer meinten, der Ukraine-Krieg sei nicht ihr Krieg, dann gelte umgekehrt:

„Auch die Ukraine ist nicht Amerikas Krieg.“
Diese Worte lösten in Europa Besorgnis aus, da die Unterstützung für Kiew weiterhin als zentraler strategischer Punkt gilt.

Hayer stellte dem entgegen:

„Russland ist die eigentliche Bedrohung für uns alle.“
Sie forderte, dass die Hilfen für die Ukraine unabhängig von anderen Konflikten gewährt werden müssten. Zugleich warnte sie, dass ein langanhaltender Krieg im Nahen Osten die Aufmerksamkeit und Ressourcen für die Ukraine schmälern könnte – eine Sorge, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits am 8. März öffentlich geäußert hatte.

Vor diesem Hintergrund mehren sich Berichte, wonach das US-Verteidigungsministerium erwägt, für die Ukraine bestimmte Waffenlieferungen in den Nahen Osten umzuleiten. Dies wirft weitere Fragen zur künftigen militärischen Unterstützung auf. Gleichzeitig wird bekannt, dass die Golfstaaten und die USA innerhalb von fünf Tagen 800 Patriot-Raketen abgefeuert haben – ein Zeichen für die hohe Intensität der Kämpfe in der Region.

Die Reaktion aus Brüssel auf Rubios Aussage verdeutlicht, wie wichtig es den Europäern ist, den Fokus auf die Ukraine nicht aus den Augen zu verlieren, selbst angesichts globaler Krisen. Hayer und weitere europäische Spitzenpolitiker appellieren an Geschlossenheit und bekräftigen ihre unverbrüchliche Unterstützung für Kiew im Abwehrkampf gegen Russland. Der Vorgang zeigt zudem, wie komplex die internationale Politik geworden ist: Verschiedene Konflikte drohen, die strategischen Prioritäten und Bündnisverpflichtungen der Staaten zu verschieben.


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