Stabile Münzen zwingen EU zur Überarbeitung der Krypto-Regeln – was sich bei MiCA ändert.
MiCA-Reform: EU reagiert auf den Aufstieg der Stablecoins
Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Die Europäische Union plant für 2027 eine umfassende Überarbeitung ihres Krypto-Regelwerks MiCA. Grund dafür ist die rasant wachsende Bedeutung von Stablecoins. Im Jahr 2025 stieg das gesamte Transaktionsvolumen mit diesen digitalen Währungen um 72 Prozent auf 33 Billionen US-Dollar. Diese Zahlen unterstreichen, wie sehr Stablecoins weltweit als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrung an Bedeutung gewinnen.
Lücken im aktuellen MiCA-Rahmenwerk
Die bestehende Fassung des MiCA-Regelwerks weist mehrere Schwachstellen auf, die nun adressiert werden sollen:
- Stablecoins, die von Unternehmen außerhalb der EU ausgegeben werden, sind derzeit nicht erfasst.
- Ein einziger Stablecoin kann von mehreren Emittenten gleichzeitig herausgegeben werden, was die Kontrolle erschwert.
- Moderne Technologien wie die Tokenisierung von Zahlungen und Einlagen fallen noch nicht unter den bestehenden Regulierungsrahmen.
Um die neuen Regeln praxisnah zu gestalten, läuft bis zum 30. September 2026 eine Konsultationsphase mit Marktteilnehmern. Dadurch sollen Meinungen und Empfehlungen aus der Branche eingebunden werden. Dieser Schritt ist entscheidend, damit die Regulierung mit der rasanten Entwicklung des Kryptomarktes Schritt halten kann.
Ergänzend sei erwähnt: Im Jahr 2025 unterzeichnete der damalige US-Präsident Donald Trump den GENIUS Act, was globale Finanztrends beeinflussen könnte. Zudem stellte die Europäische Zentralbank (EZB) Ende März 2026 eine neue Zahlungsstrategie vor, die voraussichtlich ebenfalls Auswirkungen auf die Entwicklung und Regulierung von Stablecoins in Europa haben wird.
Die für 2027 anvisierte MiCA-Novelle zeigt, wie sehr Stablecoins inzwischen das Finanzsystem prägen. Die EU will die Sicherheit und Effizienz des Kryptomarktes gewährleisten und dabei die Ansichten aller Beteiligten berücksichtigen. Diese Reform könnte auch weltweit Maßstäbe setzen, da andere Regionen die europäischen Entwicklungen genau beobachten.
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