Trump signalisiert Zustimmung zur Raketenproduktion für Patriot-Systeme in der Ukraine.
Trumps Ankündigung in Ankara: Neue Perspektiven für die ukrainische Luftabwehr
Nach Angaben von Слово і Діло — Інфографіка: Bei einem Treffen in der türkischen Hauptstadt erklärte Donald Trump, dass er bereit sei, der Ukraine die Lizenz zur Herstellung von Abfangraketen für die Patriot-Systeme zu erteilen. Dieser Schritt könnte die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte im Bereich der Luftverteidigung erheblich verbessern. Die Raketen der Patriot-Familie – darunter die Modelle PAC-2, PAC-3 CRI und PAC-3 MSE – unterscheiden sich in ihren technischen Daten und ihrer Einsatzhistorie.
Die verschiedenen Patriot-Raketenmodelle im Überblick
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PAC-2
Die PAC-2-Raketen zählen zu den älteren, aber weiterhin relevanten Systemen. Ihre Entwicklung begann in den 1980er Jahren, die ersten Tests fanden 1987 statt. Ihr erster Kampfeinsatz erfolgte 1991 während des Golfkriegs. Mit einem Gewicht von 912 Kilogramm können sie ballistische Ziele in einer Höhe von bis zu 24 Kilometern abfangen. Die jährliche Produktion der PAC-2 wird auf 230 bis 260 Stück geschätzt.
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PAC-3 CRI
Die PAC-3-Raketen wurden in den 1990er Jahren bei der US-Armee eingeführt. Die Variante PAC-3 CRI erreicht eine Einsatzdistanz von bis zu 45 Kilometern und wiegt 218 Kilogramm. Ihr erster Kampfeinsatz fand 2003 während der Invasion des Irak statt. Trotz verbesserter Eigenschaften gilt dieses Modell heute jedoch als veraltet.
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PAC-3 MSE
Die modernste und am weitesten verbreitete Version ist die PAC-3 MSE, die in den 2000er Jahren entwickelt und 2015 bei der US-Armee in Dienst gestellt wurde. Sie besitzt eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern und eine maximale Abfanghöhe von 20 Kilometern. Die jährliche Produktion der PAC-3 MSE liegt bei 620 Raketen. Anfang 2026 schloss Lockheed Martin einen Vertrag über die Herstellung von 2000 Raketen pro Jahr ab, was die anhaltende Nachfrage nach diesem Modell unterstreicht.
Vor diesem Hintergrund könnte die Unterstützung der Ukraine bei der Eigenproduktion von Patriot-Raketen ihre Verteidigungsfähigkeit im Angesicht moderner Bedrohungen deutlich stärken. Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt, um das Land mit notwendigen Mitteln zur Luftabwehr auszustatten, insbesondere angesichts der wachsenden Gefahr durch den Aggressor. Eine lokale Fertigung solcher Raketen könnte zudem die heimische Rüstungsindustrie fördern und die Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern.
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