EU beendet 2026 die Ära der 'goldenen Pässe': Welche Wege bleiben für Investoren?.

EU beendet 2026 die Ära der 'goldenen Pässe': Welche Wege bleiben für Investoren?
EU beendet 2026 die Ära der 'goldenen Pässe': Welche Wege bleiben für Investoren?

EU-Bürgerschaft durch Kapitaleinsatz

Nach Angaben von Novyny.live: Für Ukrainer und andere Drittstaatsangehörige war der Erwerb einer EU-Staatsbürgerschaft über Investitionsprogramme lange ein Thema. Diese sogenannten 'Citizenship-by-Investment'-Modelle haben seit 2020 jedoch einen drastischen Wandel erfahren. Bis zum Jahr 2026 wurden diese Programme in der Europäischen Union weitgehend eingestellt, was die Optionen für kapitalkräftige Ausländer deutlich verringert hat. Der europäische Trend geht klar weg vom schnellen Passkauf hin zu strengeren Ansiedlungsmodellen.

Welche Länder bieten noch einen Pass für Investitionen?

Innerhalb der EU sind die Hürden hoch und mit langen Wartezeiten verbunden. In Frankreich ist eine Investition ab 300.000 Euro nötig, kombiniert mit einem mindestens fünfjährigen Aufenthalt. Griechenland setzt den Investitionsbetrag auf 250.000 Euro fest, verlangt aber sieben Jahre Wohnsitz. Zypern fordert ebenfalls mindestens 300.000 Euro und eine Ansiedlungsdauer von acht Jahren. Länder wie Portugal und Italien sehen Investitionen ab 250.000 Euro vor, wobei der Weg zur Staatsbürgerschaft dort ganze zehn Jahre dauern kann.

Auf globaler Ebene bleiben Alternativen bestehen. In Staaten wie Dominica und Antigua und Barbuda ist eine Staatsbürgerschaft bereits ab einer Investition von 100.000 US-Dollar möglich. Vanuatu bietet seinen Pass für 130.000 Dollar an, während das Programm in Grenada bei mindestens 150.000 Dollar beginnt.

Zu den allgemeinen Voraussetzungen für einen Antrag gehört häufig eine Krankenversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 30.000 Euro. Für die Einreise in die Slowakei im Jahr 2026 wird zudem ein biometrischer Reisepass benötigt. Ein wichtiger rechtlicher Punkt: Die doppelte Staatsbürgerschaft ist nach Stand März 2026 nur mit Ländern wie den USA, Polen, Tschechien, Deutschland und Kanada uneingeschränkt vorgesehen.

Die jüngsten Reformen der Investorenprogramme in Europa gefährden etablierte Wege zur Einbürgerung für Ausländer, einschließlich vieler Ukrainer. Die Schließung dieser Programme in den meisten EU-Staaten könnte die Investitionsströme drosseln und regionale Wirtschaften treffen. Gleichzeitig gewinnen Nicht-EU-Länder, die solche Angebote aufrechterhalten, deutlich an Attraktivität für Suchende nach alternativen Optionen.

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