Ford zieht sich aus dem US-Geschäft mit Limousinen zurück – trotz anhaltender Nachfrage.

Ford zieht sich aus dem US-Geschäft mit Limousinen zurück – trotz anhaltender Nachfrage
Ford zieht sich aus dem US-Geschäft mit Limousinen zurück – trotz anhaltender Nachfrage

Das Ende einer Ära für Ford in den USA

Nach Angaben von Novyny.live: Ford stellt die Produktion von Limousinen für den US-Markt ein. Der Grund ist einfach: Das Geschäft mit Modellen wie der Fusion oder dem Focus rechnet sich für den Hersteller nicht mehr, obwohl sie durchaus beliebt sind. Die finanziellen Kennzahlen zeigen klar, dass der Limousinen-Sektor für Ford immer weniger profitabel ist.

Bereits vor 2020 hatte Ford die meisten seiner klassischen Pkw-Modelle – mit Ausnahme des Mustang – in den USA aus dem Programm genommen. Der Markt für Limousinen ist zwar nach wie vor lebendig, doch Ford sieht keine Möglichkeit, in diesem Segment kostendeckend zu konkurrieren. CEO Jim Farley brachte es auf den Punkt:

„Der Markt ist weiterhin da, aber die finanziellen Rahmenbedingungen erlauben es uns nicht, die Limousinen-Produktion aufrechtzuerhalten.“ - Jim Farley

Der US-Limousinenmarkt: Andere Hersteller profitieren

Interessanterweise verzeichnen Fords Konkurrenten im Jahr 2025 sogar Zuwächse. Das zeigt, dass die Kunden noch lange nicht alle auf SUVs umgestiegen sind. Beispiele hierfür sind:

  • Die Verkäufe der Toyota Camry stiegen um 2 % auf 316.185 Einheiten;
  • Die Verkäufe der Toyota Corolla legten um 6,5 % auf 248.088 Fahrzeuge zu;
  • Die Verkäufe des Nissan Versa erhöhten sich um 20,5 % auf 51.310 Autos.

Der Trend zu teureren Fahrzeugen setzt sich fort: Im September 2025 überschritt der durchschnittliche Preis für ein Neufahrzeug in den USA erstmals die Marke von 50.000 Dollar.

Während Modelle wie Mondeo und Taurus in den USA nicht mehr erhältlich sind, werden sie in anderen Regionen wie China und dem Nahen Osten weiterhin erfolgreich verkauft. Dies deutet auf eine strategische Fokussierung auf Märkte hin, wo die Nachfrage nach Limousinen stabil bleibt. Gleichzeitig arbeitet Ford an einer grundlegenden Neuausrichtung, wie Bill Ford, Executive Chairman, erklärte:

„Unser Ziel ist es, Fahrzeuge zu entwickeln, die von Grund auf günstiger sind, um diesen Vorteil an den Kunden weiterzugeben.“ - Bill Ford

Der Rückzug Fords aus dem US-Limousinengeschäft unterstreicht einen branchenweiten Trend: Die Verbraucherpräferenzen verschieben sich deutlich hin zu SUVs und Crossovers. Diese Entscheidung zeigt, wie Ford versucht, sich an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Konzentration auf andere Weltregionen und die Entwicklung kostengünstigerer Modelle könnten dem Unternehmen neue Chancen in einem sich wandelnden und hart umkämpften Umfeld eröffnen.


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