Studie warnt: Heißer Tee ist Spitzenreiter bei Mikroplastik.
Forscher der University of Birmingham untersuchen Mikroplastik in Tee
Nach Angaben von TSN.ua: Eine Untersuchung der University of Birmingham kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Heißer Tee führt die Liste der beliebten Getränke mit der höchsten Mikroplastikbelastung an. Die im Fachjournal Science of the Total Environment veröffentlichte Studie zeigt, dass gerade bei heiß aufgebrühtem Tee die Konzentration der winzigen Partikel am höchsten ausfällt – ein potenzielles Gesundheitsrisiko.
Vergleich der Mikroplastikwerte in verschiedenen Getränken
Von 150 untersuchten Getränken wies heißer Tee die stärkste Verunreinigung auf. Pro Liter können bis zu 60 Mikropartikel enthalten sein, was etwa 12–15 Partikeln pro Tasse entspricht. Zum Vergleich: Energydrinks wiesen 25 Partikel pro Liter auf, kohlensäurehaltige Softdrinks 17. Die Art der Tasse spielt ebenfalls eine Rolle: In Pappbechern für den Außer-Haus-Verzehr stieg die Menge auf 22 Partikel pro Portion, während in einer Glas- oder Keramiktasse nur 14 gemessen wurden. Mikroplastik entsteht entweder durch den Zerfall größerer Kunststoffteile oder wird industriell hergestellt.
Moderne Teebeutel, die oft aus Nylon oder Bioplastik gefertigt sind, geben beim Aufbrühen selbst Mikropartikel ab. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Mikroplastik mittlerweile allgegenwärtig ist – in Wasser, Lebensmitteln, Luft und sogar im menschlichen Körper. Wie der Forscher Mohamed Abdallah erläutert:
„Bei Mikroplastik handelt es sich um winzige Fragmente, die entweder aus dem Zerfall größerer Kunststoffteile stammen oder gezielt für bestimmte Produkte hergestellt werden.“
So können Verbraucher ihr Risiko reduzieren
Experten geben konkrete Empfehlungen, um die persönliche Belastung zu minimieren:
- Umsteigen auf losen Blatttee.
- Ausschließlich Teebeutel aus reinem Papier ohne Kunststoffanteile wählen.
- Becher mit innerer Plastikbeschichtung für ‚to go‘ meiden.
Um zudem die Aufnahme von Tanninen zu begrenzen, raten Fachleute, Tee nur zwischen den Mahlzeiten zu trinken, eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin C zu kombinieren und den Konsum auf maximal drei Tassen pro Tag zu beschränken.
Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit, die gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik besser zu verstehen. Angesichts der wachsenden Besorgnis über Umweltverschmutzung und Verbraucherschutz sind die Ratschläge zum plastikfreien Teegenuss hochaktuell. Sie machen auch deutlich, dass Herstellungsprozesse und Verpackungsmaterialien für Getränke dringend überdacht werden müssen, um die Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu verringern.
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