Nur jede zwanzigste Bewerbung erfolgreich: Hetmanzew räumt Scheitern von „jeOselja“ ein.

Nur jede zwanzigste Bewerbung erfolgreich: Hetmanzew räumt Scheitern von „jeOselja“ ein
Nur jede zwanzigste Bewerbung erfolgreich: Hetmanzew räumt Scheitern von „jeOselja“ ein

Massive Diskrepanz bei Wohnungsbauprogramm

Nach Angaben von Novyny.live: Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Werchowna Rada, Danylo Hetmanzew, hat die unzureichende Wirksamkeit des Programms „jeOselja“ eingeräumt und fordert eine deutliche Ausweitung sowie mehr finanzielle Mittel. Am 31. März betonte er, dass das Programm grundlegend überarbeitet werden müsse, um den Bedürfnissen der ukrainischen Bevölkerung besser gerecht zu werden. Aktuell klafft eine große Lücke zwischen Nachfrage und tatsächlicher Förderung.

Laut vorliegenden Angaben gingen über eine halbe Million Anträge für „jeOselja“ ein, doch nur 25.000 wurden bewilligt. Dies verdeutlicht ein eklatantes Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Hetmanzew wies darauf hin, dass das Programm zwar mit rund 18 Milliarden Griwna ausgestattet sei, dieser Betrag jedoch offensichtlich nicht ausreiche, um alle Interessenten zu bedienen. Zum Vergleich: Das entspricht etwa 430 Millionen Euro, was angesichts der hohen Nachfrage nur einen Bruchteil des benötigten Kapitals darstellt.

„Die Finanzierung dieses Programms ist unzureichend. Es stehen zwar etwa 18 Milliarden zur Verfügung, aber dieses Geld reicht offensichtlich nicht, um alle zu versorgen.“ Danylo Hetmanzew

Lockerung der Zugangshürden gefordert

Hetmanzew plädierte zudem für weniger strenge Teilnahmebedingungen. Seiner Ansicht nach sollte „jeOselja“ einem breiteren Personenkreis offenstehen, insbesondere folgenden Gruppen:

  • Soldaten
  • Lehrkräfte
  • Medizinisches Personal
  • Binnenvertriebene (IDPs)
  • Familien mit vielen Kindern
  • Sozialarbeiter

Eine solche Öffnung würde es wesentlich mehr Ukrainern ermöglichen, von den Vorteilen des Programms zu profitieren und dringend benötigten Wohnraum zu erhalten. Die angesprochenen Berufsgruppen sind besonders vom anhaltenden Krieg und der wirtschaftlichen Instabilität betroffen.

Die von Hetmanzew geäußerte Kritik rückt die zentrale Frage der Wohnraumversorgung für verschiedene Bevölkerungsgruppen in den Fokus – besonders unter den Bedingungen des anhaltenden Krieges und der wirtschaftlichen Unsicherheit. Eine Verbesserung der Konditionen von „jeOselja“ könnte ein bedeutender Schritt sein, um den Wohnungsbedarf der Bevölkerung zu decken und damit zur sozialen Stabilität sowie zum Wiederaufbau des Landes nach dem Konflikt beizutragen.


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