Millionenkampagne gegen Ehrenmal: Kiews Bezirkschef wirft Stadtrat Spionage für Moskau vor.
Geplante Desinformation zur Ehrenmals-Baustelle
Nach Angaben von Novyny.live: Der Leiter der staatlichen Bezirksverwaltung Desna in Kiew, Maksym Bachmatow, hat eine gezielte Desinformationskampagne gegen den Bau einer neuen Ehrenmalanlage angeprangert. Laut Bachmatow wurden dafür umgerechnet rund eine Million Griwna aufgewendet. Viele Menschen seien durch manipulierte Beiträge in anonymen Telegram-Kanälen emotional beeinflusst worden, was zu einer verzerrten Wahrnehmung des Projekts führte.
„Wenn man den Bauprozess mit all seinem Dreck zeigt, statt das fertige Ergebnis, entsteht bei den Leuten Unverständnis“, so Bachmatow.
Zerwürfnis im Beirat und Personalmangel bei Stadtwerken
Bachmatow hat zudem den öffentlichen Beirat seiner Behörde aufgelöst. Begründung: In dem Gremium hätten sich „russische Agenten“ befunden. Dieser Schritt ist Teil seines Vorstoßes, Strukturen zu säubern, die aus seiner Sicht von außen gesteuert werden. Parallel dazu verschärft sich die Personalkrise in den kommunalen Betrieben der Hauptstadt: Fast jede zweite Stelle ist dort unbesetzt. Die Gehälter in diesen Bereichen liegen zwischen 25.000 und 30.000 Griwna – ein möglicher Grund für den Fachkräftemangel.
Ergänzend zu diesen Vorfällen hatten Mitarbeiter der Schewtschenko-Bezirksverwaltung zuvor Journalisten den Zutritt zu einem neuen Strahlenschutzbunker verwehrt. Dies zeigt, wie fragil die Transparenz staatlicher Stellen in Kiew derzeit ist. Die Auflösung des Beirats und die Agentenvorwürfe deuten auf tiefe interne Konflikte hin, während die unbesetzten Stellen bei den Stadtwerken die Lebensqualität vieler Bürger unmittelbar beeinträchtigen.
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