Kiews Schutzräume: Trotz Kapazität für fast die Hälfte der Bevölkerung bleiben sie bei Alarm oft leer.

Kiews Schutzräume: Trotz Kapazität für fast die Hälfte der Bevölkerung bleiben sie bei Alarm oft leer
Kiews Schutzräume: Trotz Kapazität für fast die Hälfte der Bevölkerung bleiben sie bei Alarm oft leer

Bachmatow über die Schutzräume in Trojeschtschyna

Nach Angaben von Novyny.live: Die Schutzräume im Kiewer Stadtbezirk Desna könnten theoretisch bis zu 45 Prozent der Einwohner aufnehmen. Dennoch sucht während Luftalarmen nur ein Bruchteil der Menschen dort Zuflucht. Dies gab der Bezirksvorsteher Maxim Bachmatow bekannt. Der Bezirk zählt rund 500.000 Einwohner, aber bei massiven Angriffen begeben sich lediglich 500 bis 2.000 Menschen in die Bunker.

Im Bezirk Desna existiert ein weit verzweigtes Netz an Schutzräumen. Diese befinden sich in Schulen, Polikliniken, Kellern und Einkaufszentren. Bachmatow erklärte:

„Wir verfügen über eine Fläche, die etwa 45 Prozent unseres Bezirks abdeckt“
– ein Hinweis auf die erheblichen Ressourcen für die Bevölkerungssicherheit. Ein einzelner Parkplatz bietet beispielsweise Platz für bis zu 16.000 Menschen. Trotz dieser Kapazitäten ging in den letzten sechs Monaten keine einzige Beschwerde über verschlossene Schutzräume bei der Bezirksverwaltung ein. Dies wirft ein Schlaglicht auf das geringe Interesse der Bevölkerung.

Herausforderungen und Verbesserungen

Ein neuerer Schutzbunker, ein Strahlenschutzraum in einem Kiewer Lyzeum, bietet 600 Menschen Platz. Dies zeigt, dass die Sicherheitsinfrastruktur im Bezirk Desna stetig ausgebaut wird. Gleichzeitig bleibt das Problem der mangelhaften Nutzung der vorhandenen Kapazitäten während der Alarme bestehen.

Die Aussagen Bachmatows unterstreichen die grundsätzliche Bedeutung von Schutzräumen für die Sicherheit in Kriegszeiten. Die niedrige Nutzungsrate deutet jedoch auf mögliche Defizite im Risikobewusstsein der Anwohner oder auf eine unzureichende Information über die Standorte der Unterkünfte hin. Zukünftige Maßnahmen sollten daher die Aufklärung der Bevölkerung fördern und sie zur Nutzung der Schutzräume bei Gefahr motivieren.


Lesen Sie auch

Werbung