Historiker Hrytsak über Kriegsende und Zukunft: Was nach dem Sieg auf die Ukraine zukommt.
Blick auf die Beziehungen zwischen Kiew und Warschau
Nach Angaben von Novyny.live: In einem Gespräch mit der Journalistin Marharyta Stetsjuk hat der Historiker und Professor der Ukrainischen Katholischen Universität, Jaroslaw Hrytsak, zentrale Themen der ukrainisch-polnischen Zusammenarbeit beleuchtet. Dabei ging es um die Verbündeten der Ukraine, mögliche Szenarien für ein Kriegsende und die Herausforderungen der Nachkriegszeit. Hrytsak betonte, dass die Vertrauensfrage zwischen beiden Ländern besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungen von großer Bedeutung bleibe.
Auch der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR), Kyrylo Budanow, äußerte sich zur Rolle der internationalen Partner. Er stellte klar:
„Nur entschlossenes Handeln der Verbündeten kann ukrainische Leben retten und den russischen Terror stoppen.“ — Kyrylo Budanow
Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen die Dramatik der Lage: Die Zahl der Todesopfer nach dem letzten Angriff auf Kiew ist auf 30 gestiegen. Im Stadtrajon Darnyzja wurden die Such- und Rettungsarbeiten in einem neunstöckigen Wohnhaus inzwischen abgeschlossen. Diese Vorfälle unterstreichen die Schwere der Situation in der Ukraine, die unmittelbar die Debatten über Kriegsende, die Entstehung neuer Verteidigungsbündnisse und die künftigen Aufgaben des Landes nach einem Sieg prägt.
Was nach dem Krieg auf die Ukraine zukommt
Zu den größten Problemen der Nachkriegszeit zählt Hrytsak vor allem zwei Punkte:
- die Wiedereingliederung der Veteranen;
- die Notwendigkeit, die im Ausland lebenden Ukrainer einzubinden.
Seiner Überzeugung nach biete allein ein gerechter Frieden der Ukraine eine echte Sicherheitsgarantie für die Zukunft. Die Diskussion um die ukrainisch-polnischen Beziehungen und die Rolle internationaler Partner mache deutlich, wie entscheidend strategische Allianzen in der Weltpolitik seien. Angesichts der anhaltenden russischen Aggression werde die Unterstützung durch Verbündete für die Ukraine überlebenswichtig – und sie beeinflusse zugleich die Stabilität in der gesamten Region. Nach Kriegsende stünden massive soziale, wirtschaftliche und humanitäre Herausforderungen an, die ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten erforderten, auch der ukrainischen Diaspora.
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