Georgien beendet Verarbeitung russischen Öls: Raffinerie setzt künftig auf alternative Rohstoffe.
Aus für russisches Öl
Nach Angaben von Espreso.tv: Die georgische Ölraffinerie im Hafen von Kulevi hat angekündigt, die Verarbeitung von russischem Rohöl einzustellen. Die Umstellung soll im August oder September 2023 abgeschlossen sein. Betrieben wird die Anlage von der Firma Black Sea Petroleum, die nun auf neue Lieferquellen setzt.
Statt russischem Öl will Black Sea Petroleum künftig Rohstoffe aus Turkmenistan, Kasachstan und anderen alternativen Quellen beziehen. Hintergrund ist unter anderem die Diskussion in der Europäischen Union über mögliche Sanktionen gegen den Ölterminal, die bereits Anfang 2023 aufkam. Zudem hatte die georgische Regierung im März 2023 zugesichert, keine Schiffe der russischen „Schattenflotte“ in ihre Häfen zu lassen.
Wirtschaftliche Folgen
Obwohl über Sanktionen debattiert wurde, hat die Europäische Kommission den georgischen Hafen Kulevi nicht in das 20. Sanktionspaket aufgenommen. Dadurch kann das Unternehmen seinen Betrieb fortsetzen und sich ganz auf den Wechsel zu neuen Öllieferanten konzentrieren. Der Verzicht auf russische Rohstoffe könnte die Energieversorgung Georgiens grundlegend verändern und auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarländern beeinflussen.
Dieser Schritt zeigt, dass Georgien seine Abhängigkeit von russischen Energieressourcen verringern möchte – was langfristige Auswirkungen auf die Wirtschaft und die politischen Beziehungen in der Region haben könnte. Die Neuausrichtung bei den Öllieferanten eröffnet zudem Chancen für eine engere Zusammenarbeit mit zentralasiatischen Staaten, von der beide Seiten profitieren könnten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die georgische Energiepolitik weiterentwickelt und welche Folgen dies für die regionale Stabilität haben wird.
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