Befreiung von der Grundsteuer in der Ukraine: Wer profitiert und unter welchen Bedingungen.
Grundsteuer in der Ukraine: Ein Überblick
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine sind Grundstückseigentümer gesetzlich zur Zahlung einer Grundsteuer verpflichtet. Allerdings gibt es bestimmte Personengruppen, die von dieser Abgabe befreit werden können. Dazu zählen unter anderem:
- Kampfteilnehmer (Veteranen);
- Menschen mit Behinderungen, die durch Kriegshandlungen entstanden sind;
- Hinterbliebene von gefallenen Kriegsveteranen.
Wichtig zu wissen: Die Steuerbefreiung wird nicht automatisch gewährt. Betroffene müssen einen Antrag beim zuständigen Finanzamt stellen und entsprechende Nachweise einreichen.
Grenzen der Steuerbefreiung: Flächen und Nutzungsarten
Die Befreiung gilt nicht pauschal für jedes Grundstück. Es gibt klare Obergrenzen, die sich nach der Art der Nutzung richten:
- Für den Betrieb einer privaten Landwirtschaft: Grundstücke bis zu 2 Hektar;
- Für den Bau eines Wohnhauses: bis zu 0,25 Hektar in Dörfern, bis zu 0,15 Hektar in Siedlungen und bis zu 0,10 Hektar in Städten;
- Für den Bau eines Wochenendhauses: bis zu 0,10 Hektar;
- Für eine Garage: bis zu 0,01 Hektar;
- Für Gartenbau: bis zu 0,12 Hektar.
Der gesamte Prozess erfordert Eigeninitiative. Antragsteller müssen persönlich beim Finanzamt am Standort des Grundstücks vorsprechen. Dem Antrag sind Kopien des Kampfteilnehmerausweises, des Hinterbliebenenausweises sowie ein aktueller Auszug aus dem Grundbuch beizufügen. Nur so kann der Anspruch auf Steuerbefreiung rechtsgültig nachgewiesen werden.
Zusammengefasst: Die Grundsteuerbefreiung in der Ukraine steht nur bestimmten Personengruppen zu, die ihre Berechtigung aktiv belegen müssen.
Die Beantragung kann durchaus komplex sein, da sie ein hohes Maß an Eigenengagement voraussetzt. Dies könnte erklären, warum viele Anspruchsberechtigte die Vergünstigung nicht in Anspruch nehmen – und sich die tatsächliche Inanspruchnahme der Steuerbefreiung in der Praxis oft schwieriger gestaltet als erwartet.
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