Britt*innen in Saudi-Arabien verdienen dreimal mehr: Warum sie nicht zurückkehren.

Britt*innen in Saudi-Arabien verdienen dreimal mehr: Warum sie nicht zurückkehren
Britt*innen in Saudi-Arabien verdienen dreimal mehr: Warum sie nicht zurückkehren

Adams verlockendes Leben in Saudi-Arabien

Nach Angaben von The Sun: Adam Fedorciow verbringt Zeit am Pool mit seiner Frau und zwei Kindern und bereut keineswegs seine Entscheidung, das alte Leben für eine neue, sonnige Existenz hinter sich zu lassen.

Seine Zweizimmerwohnung mit offenem Pool, Tischtennis, Kindergarten und privatem Kino kostete ihn genauso viel wie sein 'Schublädchen' in London, und sein Gehalt ist jetzt dreimal so hoch wie damals, als er als Consultant in einem Fitnessstudio arbeitete.

Instagram/@adam.fedorciow

Adams umstrittener Entscheid

Adam entschied sich, nicht in die bekannten Orte für Immigranten wie Spanien oder Griechenland zu reisen, sondern wählte den umstritteneren Ort – Riad in Saudi-Arabien im Jahr 2019.

Obwohl seine Entscheidung aufgrund der Menschenrechtslage kritisiert wurde, ist Adam überzeugt, dass Saudi-Arabien ein viel sicherer Ort ist, um seine beiden Kinder, die vier und zwei Jahre alt sind, großzuziehen, als London, und hat nicht die Absicht, zurückzukehren.

“Alle hier sind großartig, und es ist unglaublich sicher – ganz anders als alle sagen,”

sagt er.

“Hier ist einfach ein ganz anderes Sicherheitsniveau – viel ruhiger.”

Dank der fehlenden Einkommenssteuern in Saudi-Arabien kann Adam viel mehr verdienen als in Großbritannien.

Erfahrungen im Iran und Kasachstan

Adam stellte 2016 zum ersten Mal Stereotypen in Frage, als er trotz der Bedenken seiner Freunde und Familie in den Iran reiste.

“Alle anderen sagten: 'Adam, du bist verrückt. Was machst du? Es ist so gefährlich, du wirst entführt!'”

“Ich sagte: 'Ich will das mit eigenen Augen sehen und es erleben.'”

Seine positiven Eindrücke aus dem Iran und Kasachstan waren der Anstoß für den Umzug nach Saudi-Arabien.

“Ich erhielt ein Angebot über einen gemeinsamen Freund, meinen Mentor,”

fügt er hinzu.

“Er sagte, dass ein Freund einen sozialen Club in Saudi-Arabien gründet.”

Adam kam im Mai 2019 nach Saudi-Arabien und gründete schnell sein eigenes Unternehmen. Nach sechs Monaten schloss sich seine Frau Charlotte ihm an und sie war ebenfalls begeistert von den neuen Lebensbedingungen.

Zusätzlich arbeitet Emir Mohammed bin Salman aktiv daran, das Land zu öffnen und westliche Investoren anzuziehen.

Moderne Konsequenzen

Heute zahlt Adam etwa 23.000 Pfund pro Jahr für seine Zweizimmerwohnung, was, so seine Aussage, ungefähr dem entspricht, was er in London für eine Einzimmerwohnung bezahlt hat.

“Es ist sicherer als in Großbritannien,”

sagt er.

“Man macht sich keine Sorgen über all die kleinen Verbrechen, wie Taschendiebstähle oder Raubüberfälle, wenn man die Straße entlanggeht.”

Ihr ältestes Kind besucht eine zweisprachige Schule zusammen mit den Kindern anderer internationaler Familien.

Adam moderiert auch die Sendung “Saudi Fitness Talk Show” zusammen mit einem Freund und bewertet positiv die Möglichkeiten, die sich in Saudi-Arabien eröffnen.

Schätzungen zufolge kommen jährlich etwa 300.000 Brit*innen nach Saudi-Arabien, während etwa 30.000 Emigranten aus Großbritannien im Land leben.

Dennoch erkennen Adam und seine Freunde trotz des luxuriösen Lebens und der hohen Einkommen die ernsthaften Menschenrechtsprobleme im Land an. Jüngste Ereignisse bestätigen, dass trotz der Fortschritte in der Modernisierung die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien weiterhin stark infrage gestellt wird.

Saudi-Arabien gibt die Umsetzung von Projekten wie Neom nicht auf, trotz anhaltender Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen.

Ronaldo unterzeichnete einen neuen Vertrag mit dem Club bis 2027.Reuters

So zeigt die Geschichte von Adam Fedorciow, wie extreme Veränderungen im Leben zu neuen Möglichkeiten und Erfahrungen führen können, selbst wenn dies in einem Land mit umstrittener Reputation geschieht. Sein persönlicher Weg und seine positiven Erfahrungen in Saudi-Arabien regen dazu an, über die Vielfalt der Lebensweisen und die Bildung von Verbindungen zwischen Kulturen nachzudenken.

Gleichzeitig ist es wichtig, die Themen, die die Menschenrechte betreffen, nicht zu vergessen, da diese Fragen weiterhin aktuell sind und Diskussionen im internationalen Kontext hervorrufen. Daher lässt sich sagen, dass Adams Geschichte nur ein Teil einer größeren Erzählung über Veränderungen und Herausforderungen in der modernen Welt ist.


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