Fast 7 Milliarden Griwna aus Autos: Welche Ware die Zolleinnahmen anführt.
Pkw-Importe im Juni 2026: Zweitstärkste Einnahmequelle für den Staatshaushalt
Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Im Juni 2026 spülten die Einfuhren von Personenkraftwagen rund 6,9 Milliarden Griwna an Zollabgaben in die Staatskasse. Damit belegten sie den zweiten Platz unter den wichtigsten budgetbildenden Gütern – nur übertroffen von Mineralölerzeugnissen. Insgesamt wurden im Juni 78,1 Milliarden Griwna an Zollzahlungen an den Staatshaushalt überwiesen. Dies unterstreicht den erheblichen Beitrag des Automobilimports zu den öffentlichen Finanzen, zumal die gesamten Zolleinnahmen im Vergleich zum Juni 2025 um 21,2 Milliarden Griwna beziehungsweise 37,3 Prozent gestiegen sind.
Die größten Zollbringer im Überblick
An der Spitze der Zolleinnahmen standen im Juni 2026 mit 17,9 Milliarden Griwna die Mineralölerzeugnisse. Deren Importmengen legten gewichtsmäßig um 1,4 Prozent zu, wertmäßig sogar um 22,8 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Steuerlast pro Dollar und Kilogramm um 22,1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 wurden zudem 111.500 gebrauchte Pkw nach Ukraine eingeführt – ein Zeichen für die rege Nachfrage auf dem Automobilmarkt.
Die Einfuhr von Neu- und Gebrauchtwagen reagiert empfindlich auf den Wechselkurs der Griwna, die Kaufkraft der Bevölkerung und die Logistik. Zu den wichtigsten budgetbildenden Gütern im Juni zählten:
- Erdgas und Erdölgase – 1,9 Milliarden Griwna
- Elektrische Telefonapparate – 1,2 Milliarden Griwna
- Tabak-, nikotinhaltige Produkte sowie deren Ersatzstoffe – 1,2 Milliarden Griwna
- Kraftfahrzeuge – 1,1 Milliarden Griwna
- Automatische Datenverarbeitungsmaschinen – 813 Millionen Griwna
- Teile und Zubehör für Fahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705 – 758 Millionen Griwna
- Maschinen und Geräte zur Ernte und zum Dreschen landwirtschaftlicher Kulturen – 741 Millionen Griwna
- Traktoren – 740 Millionen Griwna
Die Rekordzolleinnahmen im Juni belegen, dass Importe nach wie vor eine der tragenden Säulen der ukrainischen Haushaltsfinanzierung sind.
Der Anstieg der Zollerträge deutet auf eine Belebung der Wirtschaftstätigkeit in der Ukraine hin und zeigt die Widerstandsfähigkeit des Importmarktes trotz konjunktureller Herausforderungen und Wechselkursschwankungen. Insbesondere der Pkw-Import spiegelt die Nachfrage der Bevölkerung nach Fahrzeugen wider, was mit der wirtschaftlichen Erholung und einer steigenden Kaufkraft zusammenhängen könnte. Künftig gilt es, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Auge zu behalten, die Einfluss auf Importvolumen und Haushaltseinnahmen nehmen können.
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