Irland kürzt Hilfen für Ukraine-Flüchtlinge: Das ändert sich ab März 2027.
Irland fährt Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge zurück
Nach Angaben von Novyny.live: Die irische Regierung plant, das Hilfsprogramm für ukrainische Geflüchtete zu reduzieren. Konkret soll die sogenannte Accommodation Recognition Payment (ARP) gestrichen werden. Ab März 2027 sinkt die monatliche Zahlung von 600 auf 400 Euro. Das ARP-Programm startete 2022 und half dabei, rund 42.000 Menschen unterzubringen. Allerdings wurden Anfang März 2026 Wohnungen aus dem Programm genommen, die bereits vor 2022 vermietet wurden.
Derzeit sind in Irland über 22.000 Plätze für Flüchtlinge vertraglich gesichert. Die Zahlungen an Ukrainer im Rahmen des ARP-Programms wurden bereits 2024 gekürzt – damals auf 600 Euro pro Monat. Ukrainische Staatsbürger, die staatliche Unterkünfte beziehen, erhalten wöchentlich 38,80 Euro pro Erwachsenem. Wer hingegen auf eine staatliche Unterkunft verzichtet, bekommt 244 Euro pro Erwachsenem und Woche.
Warum das ARP-Programm geändert wird
Hintergrund der Anpassungen ist, dass immer mehr ukrainische Flüchtlinge eigenständig Wohnraum finden. Zudem bringen Immobilienbesitzer vermehrt Wohnungen aus dem privaten Markt in das ARP-Programm. Ende 2025 zahlte Deutschland mit Summen zwischen 357 und 563 Euro am großzügigsten an ukrainische Geflüchtete. Die irischen Kürzungen könnten das Leben vieler Schutzsuchender erschweren, die auf die finanzielle Hilfe angewiesen sind.
Die Reduzierung der Unterstützung zeigt, wie Irland seine Flüchtlingspolitik anpasst und auf neue Gegebenheiten am Wohnungsmarkt reagiert. Die geringeren Zahlungen könnten besonders jene treffen, die noch keine stabile Wohnung oder Arbeit gefunden haben. Gleichzeitig deutet die eigenständige Wohnungssuche vieler Flüchtlinge auf deren wachsende Eigenständigkeit hin – sie macht aber auch den anhaltenden staatlichen Unterstützungsbedarf in wirtschaftlich unsicheren Zeiten deutlich.
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