ISW widerspricht Putins Kriegserfolgen: Die wahre Lage an der Front.
Putins Rede auf dem Wirtschaftsforum
Nach Angaben von UATV: Vom 3. bis 6. Juni 2026 fand das St. Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF) statt. Dort prahlte Russlands Präsident Wladimir Putin mit angeblichen Erfolgen seiner Armee. Er behauptete, die russischen Truppen hätten '2440 Tausend Quadratkilometer' Gebiet erobert. Diese Angaben stehen jedoch im Widerspruch zu den Erkenntnissen des US-amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW). Die Analysten legen ganz andere Zahlen vor. Demnach kontrollierten die russischen Streitkräfte am 5. Juni folgende Gebiete:
- 99,77 % des Gebiets der Oblast Luhansk
- 79,93 % des Gebiets der Oblast Donezk
- 74,99 % des Gebiets der Oblast Saporischschja
Bemerkenswert ist zudem, dass die ukrainischen Streitkräfte im Juni 2026 mehr Land zurückerobern konnten, als die Russen neu besetzten.
Vorfälle während des Forums
Während des Forums ereigneten sich zudem mehrere Zwischenfälle, die Putins Siegesrhetorik konterkarierten. Am 3. Juni griffen Drohnen das Ölterminal 'Sankt Petersburg' an. Dabei wurde ein Tank zerstört und sechs weitere wurden beschädigt. Am selben Tag traf es in Kronstadt eine Korvette der Projekt-20380-Klasse vom Typ 'Stereguschtschi'. Zusätzlich attackierten die ukrainischen Verteidigungskräfte am 6. Juni Arsenale der russischen Marine in Kronstadt.
Zu Putins Kriegsaussagen äußerten sich die ISW-Experten wie folgt:
„Putins Aussagen zur Lage an der Front decken sich nicht mit den verfügbaren Daten. Dies lässt darauf schließen, dass die russische Militärführung dem Kreml-Chef keine präzisen Aufklärungsergebnisse über das tatsächliche Geschehen auf dem Schlachtfeld liefert.“ - Institut für Kriegsstudien (ISW)
Diese Diskrepanz zeigt die wachsende Kluft zwischen der russischen Informationspolitik und der militärischen Realität. Sie verdeutlicht, wie wichtig verlässliche Daten für strategische Entscheidungen sind. Solche Widersprüche könnten schwerwiegende Folgen für die Planung und Durchführung von Militäroperationen haben. Angesichts der anhaltenden Aktivitäten der ukrainischen Truppen und der fortgesetzten Angriffe auf russische Einrichtungen bleibt die Lage angespannt und könnte den weiteren Verlauf des Konflikts maßgeblich beeinflussen.
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