EU-Spitzenvertreterin Kallas fordert radikalen Öl-Embargo gegen Russland.

EU-Spitzenvertreterin Kallas fordert radikalen Öl-Embargo gegen Russland
EU-Spitzenvertreterin Kallas fordert radikalen Öl-Embargo gegen Russland

Appell auf der Konferenz der Europäischen Verteidigungsagentur

Nach Angaben von UATV: Die Hohe Vertreterin der EU, Kaja Kallas, hat auf der Jahreskonferenz der Europäischen Verteidigungsagentur in Brüssel einen drastischen Schritt verlangt: Russland müsse vollständig vom globalen Ölmarkt abgeschnitten werden. Nur so könne der seit fast vier Jahren andauernde Angriffskrieg gegen die Ukraine gestoppt werden. Die Sicherheitskrise habe sich im vergangenen Jahr noch einmal massiv verschärft, betonte Kallas.

Langfristige Bedrohungen und Energiesicherheit

In ihrer Rede unterstrich sie die langfristige Gefahr, die von Russland für die europäische Sicherheit ausgeht.

„Die Krise, der wir gegenüberstehen, hat sich im letzten Jahr erheblich vertieft“ – Kaja Kallas

Zugleich verwies sie darauf, dass auch China eine langfristige Herausforderung bleibe, und plädierte für einen umfassenden Ansatz gegenüber globalen Bedrohungen.

„Wenn wir den Krieg stoppen wollen, müssen wir Russland von diesen beiden Quellen abschneiden“, so Kallas mit Blick auf Energieexporte, insbesondere Öl. Diese Forderung nach einem Stopp der Ölexporte wurde auch vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unterstützt, der sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ähnlich geäußert hatte. Die Aussagen zeigen die wachsende Besorgnis europäischer Spitzenpolitiker über den russischen Einfluss auf die internationale Sicherheitsordnung. Die Debatte um Energie als Kriegswaffe hat damit einen neuen Höhepunkt erreicht.

Der Auftritt von Kaja Kallas macht deutlich, wie sehr Energiesicherheit und europäische Verteidigungspolitik im Zuge des Ukraine-Krieges verschmolzen sind. Ein Embargo gegen russisches Öl wird als möglicher Schlüssel angesehen, um die Kriegsfinanzierung Moskaus auszutrocknen. Die gleichzeitige Benennung Chinas als strategischen Herausforderer unterstreicht, dass die EU sich auf eine Ära multipler, langfristiger Bedrohungen einstellen muss.


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