Neue Steuerregeln für Pakete und Einkommen: Was die Ukraine ab 2026 plant.
Bewertung der Gesetzesvorhaben vom 1. April 2026
Nach Angaben von TSN.ua: Das ukrainische Kabinett hat am 30. März 2026 drei Gesetzesentwürfe gebilligt, die ab dem 1. April 2026 die Besteuerung von Verbrauchern, Kleinunternehmen und der digitalen Wirtschaft grundlegend verändern könnten. Laut dem Finanzministerium sollen diese Maßnahmen jährlich rund 60 Milliarden Griwna zusätzlich in die Staatskasse spülen.
Geplante Steueränderungen im Überblick
Ein zentraler Punkt ist die Einführung einer Mehrwertsteuer auf internationale Paketsendungen. Ausgenommen bleiben jedoch Geschenke mit einem Wert von bis zu 45 Euro. Parallel dazu wird der Militärbeitrag reformiert: Er bleibt zwar bei 5 %, soll aber auch nach dem Ende des Kriegsrechts weiter erhoben werden. Für Einkünfte, die über digitale Plattformen erzielt werden, ist künftig ein Steuersatz von 5 % vorgesehen.
Einzelunternehmer (FOP) der Gruppen 1, 2 und 4 müssen mit einem monatlichen Pauschalbeitrag von etwa 850 Griwna rechnen – das entspricht 10 % des Mindestlohns. Die Umsatzgrenze für das vereinfachte Steuersystem wird auf das 834-fache des Mindestlohns festgelegt. Diese Werte geben eine klare Richtung vor: Der Staat will mehr Transparenz und gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen.
Finanzminister Serhij Martschenko erklärte: 'Die Änderungen zielen darauf ab, die Wirtschaft zu entdunkeln, fairen Wettbewerb zu gewährleisten und die grundlegenden Staatsausgaben zu finanzieren.'
Insgesamt bedeuten die neuen Regelungen eine deutliche Mehrbelastung für kleine Unternehmen und Endverbraucher. Gleichzeitig sollen sie helfen, den Staatshaushalt zu stabilisieren. Sollten die Vorhaben umgesetzt werden, könnten sie in der sich ständig wandelnden Wirtschaftslage der Ukraine zu einem entscheidenden Faktor für die Geschäftswelt werden und die Bemühungen um eine Entschattung der Wirtschaft verstärken.
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