Moldau setzt ukrainischen Sänger Oleg Winnik auf die Liste unerwünschter Künstler.
Moldau veröffentlicht Liste mit unerwünschten Künstlern
Nach Angaben von Novyny.live: Die Republik Moldau hat eine Liste von Künstlern veröffentlicht, deren Teilnahme an Veranstaltungen im Land nicht empfohlen wird. Darunter befindet sich auch der ukrainische Sänger Oleg Winnik. Das Kultusministerium Moldaus betont, dass es sich hierbei nicht um ein direktes Auftrittsverbot handelt. Dennoch wird gewarnt, dass eingeladenen Künstlern aus diesem Verzeichnis die Einreise verweigert werden könnte.
Oleg Winnik, der zu Beginn des groß angelegten Krieges nach Deutschland ausreiste, steht nun auf dieser Liste. Auf seinem Instagram-Account löschte der Sänger sämtliche Beiträge, was als Versuch gedeutet werden kann, sich von der Situation zu distanzieren. Winnik selbst erklärte, dass seine Ausreise legal erfolgte, da er seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Er betonte:
„Ich war und bleibe ein Ukrainer“. Der Fall zeigt, wie schnell Künstler in den Fokus politischer Entscheidungen geraten können, selbst wenn sie sich nicht aktiv politisch äußern.
Kulturelle Beziehungen und politischer Hintergrund
Im Jahr 2024 kündigte Oleg Winnik sein Comeback auf der Bühne an, und 2025 zeigte er sich in einem patriotischen T-Shirt mit einer Solidaritätsbotschaft für Charkiw. Winnik stellte zudem klar:
„Es ist unangebracht, Plattformen in sozialen Netzwerken gegen den Feind zu nutzen“. Die Mehrheit der auf der moldauischen Liste geführten Künstler sind russische Interpreten, darunter:
- Morgenshtern
- Irina Krug
- Klawa Koka
- Guf
- Jegor Krid
- Basta
- Ljusja Tschebotina
Die Situation um Oleg Winnik und die anderen Künstler spiegelt die angespannten kulturellen Beziehungen zwischen Moldau und der Ukraine wider. Sie zeigt auch, wie stark politische Rahmenbedingungen das kulturelle Leben in der Region beeinflussen. Die Aufnahme von Künstlern in eine solche Liste kann als Versuch von Regierungen gesehen werden, ihren kulturellen Raum zu schützen – insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der russischen Aggression. Dies könnte sich nachhaltig auf Winniks weitere Karriere und die anderer Künstler auswirken, die trotz der schwierigen politischen Lage auf der Bühne präsent bleiben möchten.
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