200.000 Kälber in Kalifornien: Das Geschäft mit der Milchindustrie.

200.000 Kälber in Kalifornien: Das Geschäft mit der Milchindustrie
200.000 Kälber in Kalifornien: Das Geschäft mit der Milchindustrie

Grimmius Cattle Company und das Wohl der Kälber

Nach Angaben von Vox - Загальний: Die Grimmius Cattle Company in den kalifornischen Bezirken Tulare und Kings züchtet Kälber für die Milchindustrie. In dieser Branche werden jährlich etwa 9 Millionen Kälber geboren; das Unternehmen beherbergt davon zeitgleich rund 200.000. Bereits im Jahr 2014 schickten die meisten großen Milchbetriebe ihre Kälber zur Aufzucht an externe Einrichtungen – ein Zeichen für den strukturellen Wandel in der Ökonomie der Milchproduktion.

Haltungsbedingungen und Transport

Die Haltungsbedingungen bei Grimmius Cattle Company berücksichtigen grundlegende Bedürfnisse der Tiere. Eine Standard-Holzhütte für ein Kalb bietet etwa 1,2 Quadratmeter Platz, was ein gewisses Maß an Komfort gewährleistet. Ein zentraler Aspekt im Management ist die Einzelhaltung in den ersten sechs bis acht Lebenswochen. Dazu erklärt ein Experte:

„Diese Praxis ist ein wichtiges Management-Instrument.“ – Michael Payne

Auch der Transport der Kälber stellt eine Herausforderung dar. Im Jahr 2022 bezog das Unternehmen Kälber aus Indiana – eine Strecke, die über 30 Stunden Fahrzeit bedeutete. Das wirft Fragen zum Tierwohl bei solch langen Reisen auf. Besonders relevant ist dies, da schätzungsweise 20% des amerikanischen Rindfleischs von Kälbern aus der Milchindustrie stammen. Die Richtlinien des CCQA betonen deshalb, dass im Umgang mit den Tieren folgendes entscheidend ist:

  • ruhige Behandlung,
  • behutsames Vorgehen und große Geduld.

Die Aktivitäten der Grimmius Cattle Company und ähnlicher Betriebe werfen somit kritische Fragen zum Wohl der Kälber in der intensiven Landwirtschaft auf – ein Thema von gesellschaftlicher und branchenweiter Bedeutung.

Vor dem Hintergrund steigender Verbrauchererwartungen an ethische Produktionsweisen gewinnt die Debatte um Tierwohl in der Milchindustrie weiter an Fahrt. Unternehmen wie Grimmius Cattle Company sehen sich gezwungen, ihre Praktiken an veränderte soziale Standards anzupassen. Dies kann ihre Marktposition und Reputation direkt beeinflussen, zumal auch die gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz tendenziell strenger werden.


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