Flugchaos nach Kuba: Kanada und Russland streichen Verbindungen wegen Treibstoffmangels.
Kuba in der Treibstoffklemme
Nach Angaben von Novyny.live: Eine akute Treibstoffkrise auf der Karibikinsel führt zu massiven Flugausfällen. Sowohl Kanada als auch Russland haben ihre Flugverbindungen nach Kuba vorübergehend eingestellt, nachdem die Versorgung mit Flugbenzin an wichtigen Flughäfen zusammengebrochen ist. Die Einschränkungen werden voraussichtlich mindestens bis Mitte März andauern und verursachen erhebliche Probleme für Reisende. Diese Entwicklung unterstreicht die Abhängigkeit der kubanischen Infrastruktur von zuverlässigen Importen.
Den Anfang machte Kanada: Die Fluggesellschaft Air Canada strich ihre Flüge, da eine Betankung der Maschinen vor Ort nicht mehr gewährleistet ist. Derzeit sind etwa 3.000 Passagiere der Air Canada auf Kuba gestrandet und können nicht zurückreisen. Russland zog nach: Auch russische Airlines haben ihre Direktverbindungen von Moskau nach Havanna gestrichen. Aeroflot kündigte an, Flüge allenfalls mit technischen Zwischenstopps zur Betankung aufrechtzuerhalten.
Ursachen der Versorgungskrise
Was hat zu dieser akuten Mangellage geführt? Der Hauptgrund ist das eingestellte Öllieferungen aus Venezuela, die lange Zeit eine Lebensader für die kubanische Wirtschaft waren. Der frühere US-Präsident Donald Trump verschärfte den Druck am 11. Januar mit der Ankündigung:
„Kuba wird kein Öl und Geld mehr aus Venezuela erhalten, wovon die Insel ‚seit vielen Jahren‘ gelebt hat.“Ende Januar verhängte die Trump-Administration zudem Zölle auf Waren aus Ländern, die Öl nach Kuba liefern, was die Lage weiter eskalieren ließ. Diese politischen Maßnahmen haben die chronischen Strukturprobleme der kubanischen Wirtschaft schlagartig offengelegt.
Angesichts der unsicheren Lage organisieren europäische Staaten und Russland nun Rückholflüge, um ihre gestrandeten Bürger sicher nach Hause zu bringen. Die Situation wird zwar koordiniert gemanagt, doch ein Termin für die vollständige Wiederaufnahme des Flugverkehrs steht noch in den Sternen.
Die Treibstoffkrise zeigt die extreme Verwundbarkeit der kubanischen Wirtschaft, die in hohem Maße von Ölimporten abhängt. Der Mangel an Flugbenzin trifft nicht nur Reisende hart, sondern bedroht auch den Tourismussektor – eine der wichtigsten Devisenquellen des Landes. Unter dem wachsenden Druck internationaler Sanktionen und geopolitischer Entscheidungen sind nun schnelle Lösungen gefordert, um die Stabilität in der Region zu wahren.
Lesen Sie auch
- Iran verliert seinen obersten Führer: USA und Israel starten Großangriff
- Selenskyj berichtet über Reaktion auf Putin-Brief: Kreml ablehnend, Trump unterstützt
- Trump spricht von manipulierter Wahl in Kalifornien – was dahinter steckt
- US-Militärhubschrauber AH-64 Apache stürzt vor Oman ab – Besatzung überlebt
- Trump kündigt Iran-Abkommen binnen zwei Wochen an – Hintergründe zu den Gesprächen
- Jerusalemer Patriarch soll zwischen Kiew und Moskau vermitteln – Details zu den Gesprächen

