Wegen Konflikt im Nahen Osten: Katar fährt fast ein Fünftel seiner LNG-Kapazität herunter – globale Gasmangellage droht.

Wegen Konflikt im Nahen Osten: Katar fährt fast ein Fünftel seiner LNG-Kapazität herunter – globale Gasmangellage droht
Wegen Konflikt im Nahen Osten: Katar fährt fast ein Fünftel seiner LNG-Kapazität herunter – globale Gasmangellage droht

Engpässe am LNG-Markt zeichnen sich ab

Nach Angaben von TSN.ua: Der weltweite Markt für Flüssigerdgas (LNG) gerät zunehmend unter Druck. Grund dafür sind ausgefallene Lieferungen aus der Golfregion, allen voran aus Katar. Auslöser sind der anhaltende Konflikt und Raketenangriffe, die die Preise für LNG in die Höhe schnellen lassen. Besonders betroffen sind Länder, die auf Gasimporte angewiesen sind.

Katar ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent am globalen LNG-Export einer der wichtigsten Akteure auf dem Markt. Doch jetzt könnten Einschränkungen wirksam werden, die schätzungsweise 17 Prozent der katarischen LNG-Produktion betreffen. Die Lage spitzt sich dadurch weiter zu. In Asien haben sich die LNG-Preise bereits verdoppelt und liegen bei 23 Dollar pro Million BTU. Dieser Preisschub trifft alle gasimportierenden Nationen hart.

Importländer in der Zwickmühle

Besonders verwundbar sind jene Staaten, die stark von Lieferungen aus Katar abhängig sind. Pakistan etwa bezog im vergangenen Jahr nahezu 99 Prozent seines LNG aus diesem Emirat. Angesichts der neuen Herausforderungen wird deutlich, dass eine globale Gasknappheit schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für importabhängige Länder haben könnte. In einem Umfeld von Instabilität und steigenden Preisen bleibt die Lage auf dem Weltmarkt für Flüssigerdgas angespannt.

Die Krise am LNG-Markt unterstreicht, wie wichtig Energiesicherheit für Importnationen ist. Sie könnten aufgrund der höheren Gaspreise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Fallen die Lieferungen aus Katar dauerhaft aus, sehen sich viele Länder gezwungen, nach alternativen Energiequellen zu suchen. Das wiederum könnte die globalen Energiemärkte und ihre Struktur nachhaltig verändern.

Langfristig sind dadurch auch Verschiebungen in den geopolitischen Beziehungen zwischen Gas exportierenden und importierenden Staaten denkbar.


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