Kiew setzt auf neue Kraftwerke: Was bedeutet das für die Stromsperren?.
Energiekrise in der ukrainischen Hauptstadt
Nach Angaben von Novyny.live: Die Hauptstadt der Ukraine reagiert auf die anhaltende Krise in der Wärmeversorgung mit einem konkreten Plan. Um die massiven Stromausfälle im Bereich des Heizkraftwerks 4 (TEC-4) zu mildern, bereitet Kiew die Inbetriebnahme neuer Gasgeneratoren vor. Diese Anlagen mit einer Gesamtleistung von 27 Megawatt sollen zusätzliche Ressourcen für eine Stabilisierung des Netzes liefern. Viele Gebäude sind derzeit ohne Heizung, und die Energieversorger kämpfen darum, die schlimmsten Folgen abzufedern.
Großangelegte Reparaturkampagne läuft
Parallel dazu läuft eine massive Reparatur-Offensive. Über eine Nothilfe-Drehscheibe werden noch in dieser Woche fast 600 Tonnen Ersatzteile und Spezialausrüstung in die Ukraine geliefert. Derzeit sind 64 Reparaturtrupps im Dauereinsatz, um die schwer beschädigten Systeme des Heizkraftwerks wiederherzustellen. Allerdings wird dieser Prozess Zeit brauchen: Wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte, werden für die vollständige Wiederherstellung mindestens zwei Monate veranschlagt.
Die Lage bleibt angespannt, wird vom Energieministerium aber als kontrolliert eingeschätzt. Wie viele Haushalte genau noch ohne Heizung sind, ist laut Vize-Innenminister Oleksiy Kuleba derzeit unklar. Als Anlaufstellen für die betroffene Bevölkerung bleiben die sogenannten "Unbreakability Points" (Punkte der Unzerbrechlichkeit) in der Stadt geöffnet. Dort finden Menschen während der Ausfälle Wärme, Strom und Unterstützung. Die Krisenstäbe beraten fortlaufend über weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energiesituation.
Für die Wiederherstellung der Systeme werden mindestens zwei Monate benötigt.
Vitali Klitschko
Die Aktivierung der neuen Generatoren und die massiven Reparaturlieferungen sind entscheidende Schritte, um Kiew durch den Winter zu bringen. Angesichts der langen Reparaturdauer von bis zu zwei Monaten ergreifen die Behörden parallel Vorkehrungen, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die Situation ist besorgniserregend, doch die eingeleiteten Maßnahmen deuten auf einen koordinierten Kampf gegen den Kollaps der städtischen Infrastruktur hin.
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